Datenlecks machen großen Internet-Giganten wie Facebook&Co zunehmend Schwierigkeiten bei ihrem Geschäftsmodell

Own work / Wikimedia (GPL)
„Facebook“: 420 Millionen Telefonnummern im Netz unverschlüsselt veröffentlicht

Mit einem neuen Datenskandal muss sich offensichtlich Facebook herumschlagen. So sollen nicht weniger als 420 Millionen Telefonnummern von Facebook-Nutzern im Netz unverschlüsselt veröffentlicht worden sein. Die offene Datenbank, auf die jedermann zugreifen konnte, soll aus öffentlich verfügbaren Informationen zusammengestellt worden sein. Facebook erklärte, dass es sich um alte Daten handeln würde und schloss das Datenleck inzwischen im Netz.
Die Datensammlung stammt aus einem Zeitraum, bevor Facebook die Möglichkeit abgeschafft hat, Bekannte mit Hilfe der Telefonnummer zu suchen und zu finden. Es handelt sich laut Facebook jedenfalls nicht um das Ergebnis eines Cyber-Angriffs.

Chance für Kriminelle, in fremde Facebook-Profile einzudringen

Veröffentlicht wurde das Daten-Leck bei Facebook durch den Technologieblog TechCrunch, der wiederum von einem IT-Sicherheitsforscher auf die datenschutzrechtlich bedenkliche Situation hingewiesen worden war. Unter den 420 Millionen Telefonnummern sollen nicht weniger als 133 Millionen aus den USA stammen. Eine potentielle Gefahr solcher Datenlecks besteht darin, dass Online-Kriminelle sie nutzen, um Account-Passwörter zurückzusetzen und die Profile „feindlich zu übernehmen“.

Aktuell kann Facebook Diskussionen wie diese über Datenlecks schlecht gebrauchen, denn der Internet-Konzern möchte ab 2020 mit seiner eigenen Digitalgeldwährung Libra starten. Dabei ist mit US-Präsident Donald Trump ein mächtiger Entscheider auf Seiten der Gegner dieser neuen Kryptowährung.

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