Die Wirtschaftskammer (Bild: Zentrale in der Wiedner Hauptstrasse in Wien) ist im Dämmerschlaf, wenn es um die Anliegen der Trafikanten und Gastronomen geht.

Heinrich Elsigan / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Trafik-Ablösemodell wird Thema für Parlament und Bundeswettbewerbsbehörde

Weitere Schritte sollen nun in Sachen Trafik-Ablösemodell auf parlamentarischer und rechtlicher Hinsicht unternommen werden. Dafür stark machen sich FPÖ-Abgeordneter Peter Wurm und der freiheitliche Trafikantensprecher Ronald Walter:

Die FPÖ wird in der nächsten Nationalratssitzung einen Antrag zum Stopp dieses unsinnigen und ökonomisch für einen Großteil der Trafikanten geradezu vernichtenden Ablösemodells einbringen und für eine Unterstützung auch bei den anderen Fraktionen werben. Gleichzeitig wird auch eine Sachverhaltsdarstellung an die Bundeswettbewerbsbehörde eingebracht, um hier eine entsprechende Überprüfung der Vorgangsweise einzuleiten. Dies ist auch der breite Wunsch der Trafikanten, der tagtäglich in der Wahlbewegung an uns herangetragen wird.

Das sozialistische Trafik-Ablösemodell wird uns noch länger beschäftigen. Jedenfalls so lange, bis es im Sinne der österreichischen Trafikanten gelöst wird. Dass sich ÖVP-Wirtschaftskammerfunktionär Josef Prirschl und Monopolverwaltungs-Direktor Hannes Hofer in einer unerhörten Art und Weise gegen die wirtschaftlichen Interessen der Trafikanten stellen, ist bezeichnend für eine abgehobene Funktionärsschicht, die sich von den Bedürfnissen jenes Berufsstandes, den sie eigentlich vertreten sollten, schon lange entfernt haben.

Neuerlicher Verrat des ÖVP-Wirtschaftsbundes am Pranger

Am Pranger steht jetzt der neuerliche Verrat des ÖVP-Wirtschaftsbundes an den österreichischen Trafikanten bei der Betriebsnachfolge, wie FPÖ-Abg. Wurm ausführt. Zuvor hatte dieser bereits beim Kampf gegen das absolute Rauchverbot in der Gastronomie versagt:

Dass der ÖVP-Wirtschaftsbund nach dem Bauchfleck in Sachen absolutes Rauchverbot in der Gastronomie jetzt auch bei der Betriebsnachfolge die Interessen der Trafikanten in einer solchen Art und Weise verrät, ist bezeichnend für die ‚Wirtschaftspartei‘ ÖVP und ihre Standesvertreter. Offensichtlich will man die Nahversorgung mit Tabakwaren durch den Tabakeinzelhandel bewusst torpedieren und nimmt mit dem Ablösemodell in Kauf, dass viele Trafikanten am Ende ihrer Berufslaufbahn vor dem Insolvenzrichter stehen.

Das kann nicht im Sinne einer Berufsvertretung sein. Gemeinsam mit unserem freiheitlichen Trafikantensprecher Ronald Walter und der Freiheitlichen Wirtschaft (FW) werden wir jedenfalls gegen diese Ungerechtigkeit ankämpfen. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass sich vom Bodensee bis zum Neusiedlersee auch immer mehr Trafikanten, die ursprünglich im Lager des ÖVP-Wirtschaftsbundes waren, uns anschließen, um gegen Ablösemodell und absolutes Rauchverbot anzukämpfen.

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