Die Kronen Zeitung macht nach der Beteiligung des Kurz-Freundes René Benko offensichtlich keinen Hehl mehr daraus, ein willfähriges Blatt für Sebastian Kurz zu sein.

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Rote Karte für die „Kronen Zeitung“ für unfaire Wahlberichterstattung

Die Kronen Zeitung spielt sich im Nationalratswahlkampf als Schiedsrichter für die Parteien auf und vergibt bei (angeblichen) „Fairness-Vergehen“ regelmäßig die rote Karte. Wie ein Fußballschiedsrichter nach einem brutalen Foul an einen Spieler.

Kickl musste angepatzt werden

Nun hat sich die Kronen Zeitung, der wegen ihrer Kurz-treuen Berichterstattung und ihres merkbaren Links-Rucks dem Vernehmen nach Leser in Scharen davonlaufen, aber selbst eine rote Karte verdient. Am Freitag, 6. September, nämlich traute selbst der treueste Krone-Leser seinen Augen nicht, als sich ein Redakteur den Titel „So plante Ex-Innenminister Kickl Überwachungsstaat“ leistete.

Herbert Kickl, der im laufenden Wahlkampf landauf und landab immer mehr Sympathiepunkte sammelt, musste also angepatzt werden. Wer den Artikel las, bekam den Eindruck, der verantwortliche Redakteur musste hier eine Auftragsarbeit der ÖVP übernommen haben. Denn dieser fuchtelte, wie schon Neos-Mann Helmut Brandstätter bei der Diskussion mit Herbert Kickl auf oe24.TV, mit „Knochen ohne Fleisch“ herum.

Blödsinn: Planspiel für „Überwachungsstaat“

Ganz nach dem Stil dieser wahrscheinlichen „Auftragsarbeit“ war da zu lesen:

Geheime Durchsuchungen und Eindringen in Wohnungen, Räume sowie Fahrzeuge zum Zweck der Installierung von Bild- und Tonaufzeichnungsgeräten (Lausch- und Spähangriffe), zudem die Vorratsdatenspeicherung und verdeckte Inhaltsüberwachungen bzw. Zugriffe auf Internet & Co.

Laut Kronen Zeitung ein Planspiel Kickls für eine Art Überwachungsstaat. Das ist natürlich ein völliger Blödsinn und nicht einmal einer mutmaßlich gekauften Kronen Zeitung würdig. Die FPÖ stellte das auf ihrer Webseite, Kickl selbst dann auch im ORF („Wien heute“) klar: Die in der Krone angeführten, vom BVT geplanten Maßnahmen im Zuge einer Reform hätten nur verdächtige Verbrecher betroffen. Außerdem habe sich herausgestellt, dass der Großteil dieser Maßnahmen rein rechtlich nicht umsetzbar gewesen seien. Siehe auch Stellungnahme von Herbert Kickl auf Facebook.

Gepostet von Herbert Kickl am Freitag, 6. September 2019

 

Subtile Wahlpropaganda für die Schwarzen

Das ist der Kronen Zeitung anscheinend egal. Ihr journalistisches Meisterwerk schaffte es in alle relevanten Sendungen des Landes, die – wie üblich – nur zu gerne abschrieben, ohne selbst zu recherchieren. Und das war wohl der einzige Grund dieses unfairen Berichts in diesem neuerdings als  „Kurz-Gazette“ verschrieenen Medium.

Später am Freitag legte die Kronen Zeitung in einem weiteren Artikel noch ein Schäuferl nach und ließ eine weitgehend unbekannte grüne Bundesrätin sowie den Altlinken Peter Pilz unter dem Titel „Grüne wollen keine ‚ÖVP- und FPÖ-Netzwerke mehr‘ auch noch zu diesem Thema schwadronieren – müßig, darüber näher zu berichten. Scheinbar die journalistische Antithese zu den bekannten und real existierenden schwarzen Netzwerken in Justiz- und Innenministerium…

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