Norbert Hofer und Herbert Kickl im Wochenblick-Interview: Asylwerber sollen ihre Quartiere künftig selbst reinigen!

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FPÖ-Spitzen Hofer und Kickl: Asylwerber sollen Quartiere selbst putzen

Österreich ist sehr großzügig bei der Versorgung von Asylwerbern. Unabhängig von den konkreten Erfolgsaussichten des Asylantrags erhalten diese Personen in Österreich eine Vollversorgung mit Quartier, Essen, Kleidung, Betreuung und auch Taschengeld. Jeder Asylwerber kostet den Staat durchschnittlich mehr als 1.000 Euro monatlich. Zwei Drittel davon werden für die Betreuung und Unterbringung ausgegeben. Darin enthalten sind auch Kosten für Putzfirmen, die die Reinigung der Unterkünfte übernehmen. Diese Kosten könnten sich die Quartiergeber – also in der Regel Bund und Länder – künftig sparen, wenn es nach den beiden Spitzenkandidaten der FPÖ für die Nationalratswahl, Norbert Hofer und Herbert Kickl, geht.

Aufräumen der Unterkunft soll ohne Bezahlung erfolgen

Im Interview mit der Zeitung Wochenblick fordern die beiden, dass Asylwerber künftig selbst die Reinigung ihrer Quartiere besorgen – und zwar ohne dafür entlohnt zu werden, wie das derzeit im Rahmen der sogenannten Remunerantentätigkeit der Fall ist. Diese war unter Türkis-Blau zum Zankapfel geworden. Herbert Kickl hatte in seinen letzten Tagen als Innenminister eine Bezahlungs-Obergrenze von 1,50 Euro pro Stunde verordnet, sein Kurzzeit-Nachfolger Eckart Ratz hob die Regelung wieder auf. Bund, Länder und Gemeinden können Asylwerbern fürs Tellerwaschen und Bodenwischen in der eigenen Unterkunft also derzeit auch mehr zahlen.

Hofer: Sehe nicht ein, warum Österreicher das zahlen sollen

„Ich gehe davon aus, dass der Großteil dieser Asylwerber, die nach Österreich kommen, zuhause keine Reinigungskraft hatte und ich sehe nicht ein, warum die Österreicher das zahlen sollen“, so Hofer. „Diese Menschen gehen ja keiner Beschäftigung nach, haben Tagesfreizeit – und dann kommt die Putzfrau und räumt hinter den Herrschaften auf? Da werden wir nicht mitspielen!“

Kickl: Österreich ist kein All-inclusive-Klub

„Man muss doch von diesen Leuten, die ja zuhause auch keinen Kammerdiener gehabt haben, erwarten können, dass sie hier einen Beitrag leisten. Den Boden zusammenwischen, rund ums Haus kehren und ihr Geschirr abwaschen“, bekräftigt Herbert Kickl den freiheitlichen Vorstoß. Asylwerber hätten zu lernen, dass Österreich kein All-inclusive-Klub ist.

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