Mario Draghis Abschiedsgeschenk: Die Europäische Zentralbank vernichtet mit ihrer Geldpolitik Milliardenwerte in der Finanzwirtschaft.

World Economic Forum / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0)
Kalte Enteignung: Europäische Zentralbank erhöht Strafzins auf -0,5 Prozent

Die kalte Enteignung der europäischen Sparer geht weiter. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht den Strafzins auf minus 0,5 Prozent. Banken müssen jetzt noch höhere Strafzinsen bezahlen, wenn sie ihre Guthaben bei der EZB parken. Die geben die Strafzinsen an ihre Sparer und Kunden weiter. Aber nicht nur die Strafzinsen drücken auf das Klima der Finanzwirtschaft, die EZB kauft mit Milliarden Euro frische Anleihen auf dem Markt. Bis zu 20 Milliarden Euro sollen monatlich im Anleihenmarkt investiert werden.

Der bisherige EZB-Präsident Mario Draghi, der noch bis zum 31. Oktober im Amt ist, verschärft mit diesem Vorgehen die lockere Geldpolitik. Der Leitzins bleibt neuerlich auf 0,0 Prozent, wie bereits seit März 2016.

OeNB-Gouverneur Holzmann kritisch zu EZB-Politik

Kritisch sieht die Geldpolitik der EZB der neue Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, Robert Holzmann. Er möchte gegensteuern, wie auch beim Schutz des Bargelds, wo er eine klare Linie im Sinne der Bürger vorgibt. Geschäftsbanken mussten bisher bereits 0,4 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssiges Geld bei der Notenbank parken, das führt zu Milliardenbelastungen in der Finanzwirtschaft.

Nach dem Abgang von Draghi als EZB-Chef wird sich in der EU aber geldpolitisch nichts ändern. Die designierte neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde möchte am Kurs Draghis festhalten.

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