Wie unzensuriert berichtete, betreibt der Kurier seit wenigen Tagen eine bizarre Kampagne gegen einen jungen Studenten, der bei einem Praktikum im Bundeskriminalamt als angeblicher „Rechtsextremist“ aufgeflogen sein soll. Nun hetzt der Kurier gegen den unbescholtenen Deutschen.

Bill Smith / Flickr (CC BY 2.0)
„Fake News“: Absurde Hetzkampagne des „Kurier“ gegen jungen Studenten

Wie unzensuriert berichtete, betreibt der Kurier seit wenigen Tagen eine bizarre Kampagne gegen einen jungen Studenten, der bei einem Praktikum im Bundeskriminalamt als angeblicher „Rechtsextremist“ aufgeflogen sein soll. Bekannt wurde der Fall, weil ein Mitarbeiter der Abteilung für Wirtschaftskriminalität anscheinend wenig ausgelastet war und auf die Idee kam, dem jungen Akademiker im Internet nachzustellen.

Beamter denunziert seinen neuen Kollegen beim Kurier

Das Verbrechen des jungen Kollegen: Er besaß nicht nur kein ÖVP-Parteibuch, sondern soll auch noch in einer schlagenden Studentenverbindung gewesen sein. Die „investigativen“ Recherchen des Beamten ergaben, dass der Praktikant der 7. Abteilung der Polizei-Behörde im Internet auf einem Bild zu sehen ist – es handelte sich dabei um ein traditionelles Totengedenken auf dem Wiener Zentralfriedhof aus dem Jahre 2017. Auch sollte er Mitglied der schlagen Burschenschaft „Olympia“ sowie Vorstandsmitglied des „Rings freiheitlicher Studenten“ sein. Dass beides nicht der Wahrheit entspricht, schien den Presse-Spitzel im Bundeskriminalamt jedoch wenig zu stören, als er seine grotesken Behauptungen an den Kurier weitergab. Dieser veröffentlichte den Artikel, ohne den Betroffenen zu fragen, prompt unter dem reißerischen Artikel „Rechtsextremer bekam Job im Bundeskriminalamt“.

Gossenjournalismus des Kurier wird immer absurder

Zusammen mit der Behauptung, der Praktikant wäre ein „Fan“ der „Hooligan-Gruppe“ namens „Unwiderstehlich“ und sei Mitglied in deren Facebook-Gruppe verleumdete das Blatt den unbescholtenen Praktikanten auf eine ebenso perfide wie widerliche Weise:

Mit Joachim B. schaffte es nun ein zweites Mitglied dieser Facebook-Gruppe, sich einen Job im Sicherheitsapparat zu verschaffen. Die SPÖ-Obfrau des Innenausschusses, Angela Lueger, hatte dem KURIER bereits im vergangenen Herbst erklärt, dass es Bestrebungen rechtsextremer Kreise gebe, sich in Sicherheitsbereichen Jobs zu verschaffen.

Auch bei dieser Behauptung hätte dem Kurier auffallen müssen, dass die Angaben des linksextremen Portals FPÖ Fails nicht stimmen können: Eine solche Facebook-Gruppe der Gruppierung „Unwiderstehlich“ existiert nämlich überhaupt nicht. Schon im ersten Artikel wird dem deutschen Universitäts-Absolventen auf perfide Art die Nähe zu vermeintlichen Straftaten nahegelegt – natürlich ebenso, ohne ihn dazu Stellung nehmen zu lassen:

Das Foto zeigt den Praktikanten Joachim B. inmitten von Burschenschaftern, etwa Gemeinderat Markus R., der später aus der FPÖ ausgeschlossen wurde, weil er ein Nazi-Lied geliket hatte. Und der kürzlich vom Verdacht der Wiederbetätigung freigesprochen worden ist – weil er nicht „Sieg Heil“ sondern „Saubeidl“ gerufen haben will.

Die Hetze geht weiter

Doch damit nicht genug: Am nächsten Tag gingen die niederträchtigen Attacken des Kurier weiter. Auch diesmal suggerierte die Zeitung in ihrem Online-Artikel, dass der Praktikant tief in „rechtsextremen Kreisen“ verkehren sollte. Da der deutsche Geisteswissenschaftler selbst über einen einwandfreien Leumund verfügt, wurde versucht, über angebliche Facebook-Freunde eine Verbindung zum Rechtsextremismus herzustellen.

Was haben der Sänger Frank Rennicke, der Schriftsteller Akif Pirinçci und der Druide Burghard Bangert gemeinsam? Alle drei bekamen wegen rechtsextremer Straftaten Problem (sic!) mit dem Gesetz. Und alle drei stehen laut FPÖ Fails auf der Facebook-Freundesliste von Joachim B.

Falsch-Behauptungen, ohne dem Opfer eine Chance auf Stellungnahme zu geben

Was die genannten drei Bösewichte verbrochen haben soll, erklären die Kurier-Schreiberlinge:

Der „Nazi-Druide“ Bangert hatte Waffen und Sprengstoff gehortet und wurde 2017 wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung verhaftet. Rennicke ist einer der führenden rechtsextremen Liedermacher und besingt etwa den Nazi-Minister Rudolf Heß als „unseren Held“. Pirinçci meinte, auf den kürzlich ermordeten deutschen Regierungspräsidenten Walter Lübcke; „Die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb“.

Nach Unzensuriert-Recherchen ist B. mit keinem der drei Personen auf Facebook befreundet.

Echtes Recherchieren bei linken Blättern nicht mehr üblich

Dass das angebliche Qualitätsblatt Kurier alle diese Unterstellungen ohne eine einzige Stellungnahme beim solcherart diffamierten Opfer einzuholen veröffentlichte, offenbart in erschreckender Weise, wie linker „Journalismus“ mittlerweile offensichtlich funktioniert: Aus Angst vor den eigenen Recherche-Ergebnissen, die nicht so ausfallen könnten, wie man sich das wünscht, recherchiert man lieber gar nicht erst, sondern schreibt nur noch in ideologisch vergefertigten Schablonen. Das widerspricht allen journalistischen Grundregeln.  Zum Glück merken das die Leser schon längst und reagieren entsprechend – sie informieren sich lieber in Medien wie unzensuriert.

 

 

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