Pflastersteine, Grablichter und Plakate: Das fanden ÖVP- und FPÖ-Abgeordnete im Juli 2018 sogar vor ihren Privatwohnungen vor.

FPÖ
Nach Rendi-Wagner-Umfaller: Platziert Gewerkschaft jetzt Pflastersteine und Grablichter vor ihrer Wohnung?

Eigentlich brechen rote Politiker ihre Versprechen erst nach der Wahl, bei der jetzigen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner ist das anders – sie legt schon vor der Entscheidung der Wähler am 29. September einen peinlichen politischen Umfaller hin: Plötzlich ist der Zwölfstundentag für Rendi-Wagner keine Koalitionsbedingung mehr.

Aktionismus im Parlament

Diese Aussage der SPÖ-Vorsitzenden, die sie in einem Radiointerview tätigte und über das auch die Kronen Zeitung berichtete, ist umso bemerkenswerter, wenn man sich das Bild vor Augen führt, das Rendi-Wagner und ihre Genossen in der Nationalratssitzung boten, als der Zwölfstundentag zur Abstimmung kam.

Die Roten traten geschlossen mit überdimensional großen Stopp-Taferln in Erscheinung, auf der die Zahl 12 rot durchgestrichen war. Wüste Wortmeldungen folgten dem Aktionismus im Plenum und ganz mies: Die Gewerkschaft wurde dabei ertappt, wie Mitglieder der Organisation Pflastersteine und Grablichter sogar vor Privatwohnungen von Abgeordneten der ÖVP und FPÖ platzierten.

Aktion als Morddrohung verstanden

Viele, die diese Pflastersteine und Grablichter vorfanden, deuteten die Aktion als Morddrohung gegen ihre Person, sollten sie im Parlament tatsächlich für den Zwölfstundentag stimmen. Entsprechend erzürnt stellte dann zu Beginn der Sitzung ÖVP-Klubobmann August Wöginger in Richtung SPÖ-Abgeordneten die Frage: „Was wollt ihr uns mit dieser Aktion sagen?“

Um jeden Preis in die Regierung

Das alles spielte sich im Juli 2018 ab. Jetzt, nicht einmal eineinhalb Jahre später, hat Pamela Rendi-Wagner plötzlich nichts mehr gegen den Zwölfstundentag. Sie will um jeden Preis in die Regierung. Offensichtlich in einer Koalition mit der Kurz-ÖVP. Und dafür leistet sich die SPÖ-Vorsitzende noch vor der Wahl und noch lange vor eventuellen Koalitionsgesprächen diesen politischen Umfaller.

Interessant wird auch zu beobachten sein, ob die Gewerkschaft ihre Jugend wieder ausschickt, um diesmal Pflastersteine und Grablichter vor der Privatwohnung ihrer Chefin, der roten Parteivorsitzenden, zu platzieren.

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