Nordautobahn (A5), Abfahrt Raststation Hochleithen: Hier dürften die Juwelierräuber einen Unfall gebaut haben und mussten ihr (eigenes) Auto zurücklassen. Die Polizei sucht Zeugen.

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Juwelier-Räuber kam mit dem eigenen Auto – Polizei sucht Weißrussen

Da hat die Polizei wirklich ganze Arbeit geleistet: Gerade ein Tag verging nach dem brutalen Juwelier-Überfall am gestrigen Montag, und die Exekutive veröffentlichte schon Fahndungsfoto und Namen eines der mutmaßlichen Täter – einem Weißrussen. Auf die Spur des dringend Tatverdächtigen waren die Ermittler aufgrund des kurz nach dem Überfall gefundenen Pkw gekommen. Dieser war kurz vor dem Coup an den nun gesuchten Weißrussen verkauft worden. Die Polizei ersucht um Hinweise.

Juwelier und Tochter mit Sessel attackiert und verletzt

Am gestrigen Vormittag gegen 9.30 Uhr waren zwei Männer in das Schmuckgeschäft Am Spitz im Bezirk Floridsdorf gestürmt. Zumindest einer der beiden Täter hatte eine Schreckschusspistole bei sich, mit der auch mehrere Schüsse im Geschäft abgegeben wurden. Wie die Polizei weiters mitteilte, sei der Juwelier anschließend mit einem Sessel attackiert und verletzt worden. Auch die Tochter des Geschäftsinhabers war zu diesem Zeitpunkt anwesend, sie wurde bei dem Überfall ebenfalls verletzt.

Vitrine eingeschlagen und Schmuck ausgeräumt

Daraufhin schlugen die Täter mit dem Sessel zumindest eine der Schmuckvitrinen ein und erbeuteten mehrere Schatullen. Danach ergriff das Duo per pedes die Flucht, der Juwelier nahm zunächst noch die Verfolgung auf. Dabei sei er jedoch von den flüchtenden Männern attackiert und geschlagen worden, woraufhin er die Verfolgung bald aufgab, wie er angab. Die Täter stiegen danach in einen dunklen Pkw und brausten davon.

Unfall auf der Flucht Richtung Tschechei

Wenige Stunden später wurde im Zuge der intensiven Fahndung besagter Pkw bei der A5 (Nordautobahn) in Fahrtrichtung Tschechien entdeckt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter die Autobahnabfahrt Hochleithen genommen haben. Bei einer Raststation in der Nähe dürfte der Lenker des Fluchtautos anscheinend einen Verkehrsunfall gebaut haben. Der Wagen war beschädigt, im Inneren stellten die Beamten mehrere Schmuckschatullen sowie Spuren sicher.

Weißrusse durch Halteranfrage ermittelt

Der Pkw sollte die Ermittler in weiterer Folge auch auf die Spur eines der Verdächtigen bringen. Denn dieser hatte – besonders intelligent – den gefundenen Wagen eine Woche zuvor legal gekauft. Bei dem Gesuchten handelt es sich um Eduard Z., nach dem nun intensiv gefahndet wird. Vermutet wird seitens der Ermittler, dass der Verdächtige mit dem zweiten Räuber nach wie vor auf der Flucht ist, die Täter sollen bewaffnet und gewaltbereit sein.

Über die genau Höhe der Beute und die Identität des zweiten Tatverdächtigen ist noch nichts bekannt. Die Polizei ersucht um Hinweise potentieller Zeugen unter der Wiener Telefonnummer 01-31310 DW 33800. Quelle: vienna.at

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