Mit diesem geschmacklosen Twitter-Eintrag macht sich SPÖ-Berater Rudi Fußi über die Behinderung von FPÖ-Parteichef Norbert Hofer lustig.

screenshot twitter
Tief, tiefer, SPÖ! Roter Berater macht sich über Hofers Gehstock lustig

Die SPÖ plakatiert Menschlichkeit, Toleranz und Anstand. Nun muss man sich aber die Frage stellen, wie ernst die eigenen Funktionäre diese Tugenden nehmen. Jedenfalls gelten sie nicht gegenüber politischen Mitbewerbern.

SPÖ-Berater im tiefen Schmutzkübel

Kein Geringerer als SPÖ-Berater Rudi Fußi griff im Kurznachrichtendienst Twitter besonders tief in den Schmutzkübel

Unter dem Titel „Plakate aus der Hölle – Die Hofer-FPÖ“ teilt Fußi auf Twitter ein verfälschtes FPÖ-Plakat. Dabei macht sich der Sozialist, der auch schon für das Team Stronach gearbeitet hat, über Hofer lustig. „Ob in Meidling oder im Waldviertel. Ich fand Dich schon immer geil, Sebastian!“ ist dort zu lesen. Dann kommt es zum eigentlichen Skandal. „Magst mit mir am Gehstock gehen?“

Auf Unterstützung des Gehstocks angewiesen

Fußi spielt damit auf Hofers Behinderung an. Der FPÖ-Chef stürzte 2003 mit dem Paragleiter ab und zog sich dabei schwere Wirbelsäulenverletzungen zu. Seither ist der Politiker auf die Unterstützung eines Gehstocks angewiesen.

Für seinen geschmacklosen Gag musste sich Fußi jede Menge Kritik einstecken. Unter anderem reagierte der frühere Pressesprecher der türkis-blauen Regierung, Heimo Lepuschitz, auf Fußis Verhöhnung:

Tief, tiefer, Fussi. Sich über eine partielle Querschnittslähmung lustig machen. Nach dem Krüppellied der nächste widerliche Ausfall aus der SPÖ Richtung über einen Unfall mit Folgen, die man niemandem wünscht, wenn man auch nur einen Funken Anstand besitzt.

Norbert Hofer selbst ist ebenfalls entsetzt und fordert eine Entschuldigung:

Es ist nicht die erste Verhaltensauffälligkeit des Rudi Fussi. Schon 2016 im Bundespräsidentenwahlkampf stellte er mit einem „Fuck Hofer“-Tweet sein Niveau eindrucksvoll unter Beweis. Die SPÖ hat damit einen weiteren „Einzelfall“ in ihren Reihen. Die Sozialdemokratie wäre gut beraten, auf den Einflüsterer Fussi in Zukunft zu verzichten. Darüberhinaus fordere ich eine persönliche Entschuldigung von Fussi und der SPÖ. Es war auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda, der als Verfechter eines Fairnessabkommens im Wahlkampf aufgetreten ist.

Der Originaltweet von Fußi ist von diesem inzwischen entfernt worden.

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