Um die Süßspeise „Halva“ (Griechenland) oder „Alva“ (Nordmazedonien) schwelt ein Namens- und Herkunftsstreit.

Sjschen / Wikimedia (PD)
Unendliche Geschichte: Markenstreit um „Mazedonien“ zwischen Griechenland und Nordmazedonien

Ein Markenstreit um die Herkunftsbezeichnung „Mazedonien“ wütet zwischen Griechenland und Nordmazedonien. Landwirtschaft und Nahrungsmittelgewerbe streiten um regionale Käsesorten, Wein und Kräuter. Ein besonderer Konflikt ist um die Produkte „Halvas“ und „Alva“ ausgebrochen. „Halvas“, eine Masse aus Honig, Zucker und Ölsamen, stammt ursprünglich aus dem mittleren Osten und gelangte über die Handelswege nach Griechenland und auf den Balkan.

In Nordmazedonien wird das Produkt mit den identen Zutaten und fast gleicher Rezeptur als „Alva“ angeboten. Dieser Konflikt um Süßmasse ist aber nur ein Randschauplatz im ökonomischen Wettbewerb zwischen den beiden Staaten.

Regionaler Wein als dauerhafter Wettbewerbskonflikt

Viel dauerhafter ist der Wettbewerbskonflikt um den regionalen Wein, der sowohl von Griechenland, als auch Nordmazedonien auf den europäischen und internationalen Märkten angeboten wird. Das sogenannte Prespa-Abkommen, das den Namensstreit zwischen den Griechen und Mazedoniern regeln sollte, hat beide politischen Systeme geschädigt.

Der ehemalige linke Ministerpräsident Griechenlands, Alexis Tsipras, wurde unter anderem auch wegen der Zulassung der Bezeichnung Nordmazedonien (für das ehemalige Mazedonien) abgewählt. Und auch der mazedonische Regierungschef Zoran Zaev, ein Sozialdemokrat, fährt daheim auf der Beliebtheitskurve nach unten.

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