Die FPÖ braucht bloß Kurs zu halten – mit oder ohne Kurz.

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Nach der Wahl ist vor der Wahl: Gute Ausgangslage für FPÖ

Das freiheitliche Wahlergebnis hat selbst die treuesten FPÖ-Anhänger schockiert. Über viele Jahre sieges- und erfolgsverwöhnt, ist die Position des Verlierers nur schwer zu ertragen.

Gute Ausgangssituation für die Konsolidierung

Dennoch ist die Ausgangssituation für die Konsolidierung der FPÖ weniger schlimm als etwa bei der SPÖ. Dort erkennt zum Beispiel die rote Bezirksvorsteherin aus dem 17. Wiener Gemeindebezirk, Ilse Pfeffer, dass „die SPÖ-Hernals umdenken und andere Schwerpunkte setzen muss. Denn sonst werden wir in Zukunft nicht mehr punkten können.“ Das kann sie auch auf die Bundespartei übertragen. Die SPÖ steht vor dem Dilemma, dass sie in ihrer jetzigen inhaltlichen Ausrichtung niemand mehr braucht.

Anders sieht es bei den Freiheitlichen aus. Nicht nur, dass nach wie vor (!) ein Drittel der Österreicher die FPÖ gerne in der Regierung wüsste, die Themen, die die Freiheitlichen aufgreifen, sind nach wie vor aktuell. Auch wenn durch geschickte mediale Themenplatzierung die orientalische Landnahme bei der Nationalratswahl kaum einen Einfluss auf das Wahlverhalten hatte, sie ist da. Mit all ihren Problemen und langfristigen Auswirkungen auf Gesellschaft und Steueraufkommen. Mehr als einem Drittel der Wähler sind die Themen der FPÖ ein Anliegen.

Kurs halten

Die Ausgangsbasis für die Konsolidierung ist also gegeben, was auch der politische Gegner weiß. Nicht umsonst sagt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig mit Blick auf die Wien-Wahl 2020, man solle „die FPÖ aber noch nicht abschreiben“.

Was die FPÖ dafür tun muss, bringt Lothar Höbelt, FP-naher Historiker, im heutigen Standard auf den Punkt:

Da braucht sie bloß Kurs zu halten – mit oder ohne Kurz.

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