Auf der Wiener SPÖ-Webseite wird nicht der jetzigen Parteichefin gehuldigt, sondern ihrem Vorgänger Christian Kern.

Screenshot / SPÖ Wien / Christian Kern
Schock für „Pam“: Wiener SPÖ steht immer noch hinter Christian Kern

Die SPÖ zerbröselt es nach der Wahlschlappe am vergangenen Sonntag in alle Richtungen. Nun der Schock in Wien, wo man seinen Augen nicht traut, wenn man einen Blick auf die rote Homepage wirft – dort steht immer noch in großen Lettern:

Wir stehen hinter Christian Kern.

Weiters ist zu lesen:

Es gibt so viele Gründe für Christian Kern und die SPÖ.
Die Wiener KandidatInnen erzählen, warum sie kandidieren, was sie fordern und wofür sie kämpfen.
Und was ihnen an unserem Bundeskanzler besonders gut gefällt.

Unterstützung für Kern statt für Rendi-Wagner

Christian Kern ist aber seit Dezember 2017 kein Bundeskanzler mehr, und seit September 2018 führt Pamela Rendi-Wagner die Partei. Die Macher der Homepage der Wiener SPÖ hinken da ziemlich hinterher, oder sie haben – vielleicht sogar mit Absicht – Christian Kern prominent positioniert, um ihre jetzige Chefin Rendi-Wagner zu ärgern.

Zumindestens haben sie mitbekommen, dass nicht mehr Michael Häupl Bürgermeister der Stadt ist, sondern Michael Ludwig. Es geht also, wenn man will!

Zum Abschied mit dem Porsche zur SPÖ-Zentrale

Es sollte dieser Tage nicht die einzige Panne sein, die die SPÖ heimsucht. Der Sohn von Christian Kern, Niko, gab in der Tageszeitung Österreich unumwunden zu, diesmal nicht die SPÖ, sondern die Neos gewählt zu haben. Den Roten will er nun sogar den Rücken kehren.

Und der scheidende Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda fuhr ungeniert mit seinem Porsche 911 zur SPÖ-Zentrale, um sein persönliches Inventar abzuholen. Schon im Oktober 2018 sorgte eine seiner nicht wirklich günstigen Uhren, eine Patek Philippe Nautilus, Modell 5711/1A-010, für etwas Aufregung. Immerhin ist diese Armbanduhr etwa 52.500 Euro teuer. Das brachte ihm bei der SPÖ-Basis nicht viele Sympathiepunkte ein, und in den Medien erhielt er den bezeichneten Namen „Protzda“ statt Drozda.

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