Bis Jahresende sollen noch weitere 25.000 illegale Einwanderer über den Seeweg von der Türkei nach Griechenland übersetzen.

Irish Defence Forces / Wikimedia (CC BY 2.0)
Griechenland rechnet mit weiteren 25.000 Asylanten bis Jahresende

Kräftiger Nachschub bei illegalen Migranten ist aus der Türkei in Richtung Griechenland unterwegs. In den Monaten Jänner bis September waren mit 45.546 Illegaler gleich um 23 Prozent mehr Ankünfte zu verzeichnen als im Vergleichszeitraum 2018. Und für die restlichen drei Monate bis zum Jahresende rechnen die griechischen Grenzbehörden mit noch einmal 25.000 Wirtschaftsflüchtlingen und Asylanten.

In diesem Jahr kamen vor allem Afghanen über die Türkei nach Griechenland, gefolgt von Syrern und Irakern. Allein in der Woche zwischen dem 23. und dem 29. September landeten 3.710 Personen in Griechenland.

Nur 102 illegale Migranten in die Türkei zurückgeschickt

In diesem Zusammenhang erweist sich auch das Abkommen zwischen der Europäischen Union und der Türkei in Sachen Rückführung illegaler Einwanderer als zahnlos. So sind zwischen Jänner und September lediglich 102 illegale Migranten in die Türkei zurückgeschickt worden. Damit scheint das EU-Türkei-Abkommen gescheitert, und das obwohl Brüssel nicht weniger als sechs Milliarden Euro für die Migrantenbetreuung in der Türkei in Aussicht gestellt und teilweise überwiesen hat.

Für die Balkanroute und die Grenzstaaten Bosnien und Kroatien bedeutet dies jedenfalls in den nächsten Wochen wieder ein verstärktes Aufkommen von illegalen Migranten, die versuchen werden, durch bezahlte Schlepper nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland durchzubrechen.

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