Alles rechtens? – Wie verhält sich das Disziplinarrecht bei den BSA-Anwälten?

Pnapora / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Oliver S. ist hochrangiger Funktionär im Bund sozialdemokratischer Akademiker

Der durch eine Zeugenbefragung in Sachen „Ibiza-Video“ in der Öffentlichkeit bekannt gewordene SPÖ-Funktionär und Wiener Rechtsanwalt Oliver S. ist in seiner politischen Gesinnungsgemeinschaft bestens vernetzt. Er war nicht nur Gründer und langjähriger Vorsitzender der „Sektion ohne Namen“, sondern auch ist auch enger Weggefährte von Niko Kern und dessen Vater, Ex-Kanzler Christian Kern. Zudem ist Oliver S. auch im „Bund sozialdemokratischer Akademiker“ (BSA) prominent vertreten. Dort sitzt er unter anderem mit seinen Ex-Chefs Gabriel Lansky und Hannes Jarolim im Vorstand des Rechtsanwaltsclubs des BSA in Wien.

BSA sitzt im Disziplinarrat der Wiener Rechtsanwaltskammer

Die Ermittlungen rund um die Beauftragung und Entstehung des „Ibiza-Videos“ sowie die dubiosen Wettgeschäfte auf eine vorgezogene Nationalratswahl 2019 könnten dem roten Juristen Oliver S. noch weitere Befragungen einbringen. Dafür scheint er als Mitglied des BSA allerdings gewappnet, denn der lobt aus, dass er als SPÖ-Vorfeldorganisation natürlich im Disziplinarrat der Wiener Rechtsanwaltskammer vertreten ist:

Unsere Mitglieder sind sowohl im Ausschuss und Disziplinarrat der Wiener Rechtsanwaltskammer vertreten und bringen sich auf diese Weise auch in den Angelegenheiten des Rechtsanwaltsstandes ein. Unser Anliegen ist ein aktives standespolitisches Leben, die Chancengleichheit aller Kolleginnen und Kollegen, sowie die fundierte Ausbildung der nachfolgenden Juristengenerationen. Als Serviceleistung für den BSA geben unsere Mitglieder regelmäßig kostenlose Erstberatung in rechtlichen Fragen für BSA-Mitglieder.

Von nicht weniger Interesse ist das Klublokal des BSA-Rechtsanwaltsklub für dessen Zusammenkünfte. Dieses Klublokal befindet sich nämlich im Lokal „Zu den drei Hacken“ nur wenige Meter von der Adresse des als mutmaßlichen Drahtzieher und Mittäter gehandelten ehemaligen Lansky-Konzipienten und Rechtsanwalt Ramin M. entfernt in der Singerstraße im ersten Wiener Gemeindebezirk.

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