Venezuela kann keinen Treibstoff mehr in die karibische Region liefern.

Rjcastillo / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Ölwirtschaft: Sozialistisches System „Petrocaribe“ ist gescheitert

Zug um Zug verliert die einstige Erdölgroßmacht Venezuela Einfluss und ökonomische Vitalität in der mittel- und südamerikanischen Region. Das System „Petrocaribe“ droht zu scheitern. Zuletzt musste etwa der sozialistische Bruderstaat Kuba seine landwirtschaftliche Produktion auf den archaischen Ochsenwagen umstellen, da es keinen Treibstoff mehr für die Zugmaschinen gibt. Grund dafür ist die Sanktions- und Blockadepolitik der USA gegen Venezuela, die verhindert, dass Transportschiffe nach Kuba auslaufen.

Jahrelang versorgte Venezuela Kuba und 16 andere karibische Staaten mit Erdöl. Unter dem Titel „Petrocaribe“ verdiente es damit harte Devisen und wichtige Importprodukte. Jetzt kann Venezuela nicht mehr liefern, da die Produktion stottert und die Blockadepolitik den Transport verhindert.

Erdölproduktion auf 600.000 Barrel täglich gesunken

Während 2006, am Höhepunkt der venezolanischen Erdölproduktion, dreieinhalb Millionen Barrel Tagesmenge Erdöl produziert wurden, ist diese jetzt auf nur noch 600.000 oder rund ein Sechstel zurückgegangen. Auch zu Sabotageaktionen ist es wiederholt gekommen, die Raffinerieanlagen lahmlegten.

Mit dem Zusammenbruch der Erdölexporte in die Region ist auch die sogenannte „Erdöldiplomatie“, also der machtpolitische Einfluss Venezuelas, zurückgegangen. Venezuela wird immer mehr zum Armenhaus und die ehemaligen Verbündeten haben kein Interesse mehr an der politischen und ökonomischen Kooperation.

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