Viele junge Mädchen werden zu „Kinderehen“ gezwungen.

PRT (U.S. Armed Forces) / Wikimedia (PD)
650 Millionen Mädchen sind weltweit „Kinderbräute“

Anlässlich des Weltmädchentags erinnert die Organisation „Jugend ohne Welt“ daran, dass weltweit rund 650 Millionen Mädchen als sogenannte „Kinderbräute“ in Kinderehen missbraucht und unterdrückt werden. Und noch verstörender ist die Statistik, die das Kinderhilfswerk UNICEF dazu besteuert: Jahr für Jahr kommen mindestens 12 Millionen „Kinderbräute“ weltweit dazu.

Die betroffenen Mädchen und später jungen Frauen leiden oft lebenslang unter den Folgen einer Kinderehe, in die sie hineingezwungen worden sind. Neben der ökonomischen und gesellschaftlichen Abhängigkeit vom meist sehr viel älteren Ehemann schaffen gesundheitliche Folgen von Frühschwangerschaften und das Fehlen einer Berufsausbildung langfristige Probleme.

Indien hat Kinderehen um 51 Prozent reduziert

Kinderehen werden fast ausschließlich im islamischen, asiatischen und afrikanischen Kulturkreis geschlossen. Während in vielen Regionen und Staaten nichts gegen diese seit vielen Jahrhunderten tradierten Kinderehen unternommen wird, hat sich der Bundesstaat Indien seit 2000 dafür engagiert, hier eine Änderung herbeizuführen. Dort konnte landesweit eine Reduktion von 51 Prozent bei neu geschlossenen Kinderehen umgesetzt werden. Gleichzeitig sind aber sexuelle Übergriffe auf Kinder in Indien auch außerhalb einer Ehe immer noch hoch.

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