Armin Wolf polemisierte bei der Preisverleihung einmal mehr gegen die FPÖ.

BKA / Andy Wenzel
Auftritt von FP-General Vilimsky macht Armin Wolf zum Journalisten des Jahres

„Vilimsky blieb nicht ohne Konsequenzen: Armin Wolf ist Europäischer Journalist des Jahres“ – Mit diesem entlarvenden Titel sagt Der Standard alles über die wehleidige Opferrolle, in die sich Mainstream-Journalisten gerne begeben.

Vilimsky wehrte sich gegen Nazi-Vorwürfe

Dass FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky angesichts bizarrer Nazi-Vorwürfe des ZiB-Interviewers im April 2019 der Kragen geplatzt war, macht Wolf in den Augen der Preisjury zu jemandem, der sich nicht einschüchtern lasse von Drohungen und Kritik, wie die Intendantin des schwedischen Radios hervorhob.

Attacke auf „Populisten“ in Dankesrede

Dass Wolfs Entgleisungen „nicht ohne Folgen bleiben“ könnten, blieb ohnehin ein frommer Wunsch Vilimskys, der sich nie erfüllte. Wolf macht als Journalist weiterhin Politik zugunsten des alten Systems – nicht zuletzt auch in seiner Dankesrede, wo er seine Ablehnung gegenüber der FPÖ und ihr ähnlicher Parteien in Europa freimütig eingestand:

Sobald sie an der Macht sind, versuchen Populisten, Kontrolle über einflussreiche Medien zu gewinnen, wie man das auf erschreckende Art und Weise in Ungarn miterleben kann oder in Österreich, wo versucht wurde die Rundfunkgebühren abzuschaffen.

Mainstream-Medien unter völliger Kontrolle der Altparteien

Dass die Kontrolle über die einflussreichen Medien seit Jahrzehnten in erster Linie bei den Altparteien SPÖ und ÖVP und ihnen nahestehenden Netzwerken von Banken bis hin zur Kirche liegt, verschweigt Wolf dabei. Ebenso wenig geht er auf den Umstand ein, dass der vom ehemaligen FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache artikulierte Versuch, die Kronen Zeitung durch einen Eigentümerwechsel journalistisch zu beeinflussen, mittlerweile von einem guten Freund von Ex-Kanzler Sebastian Kurz, nämlich dem Immobilien-Oligarchen Rene Benko, in die Tat umgesetzt wurde.

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