Armin Wolf provozierte die FPÖ mit einem antisemitischen Vergleich, als er ein Sujet des RFJ-Steiermark einer Zeichnung mit einer Karikatur in einer alten Nazi-Zeitung verglich – die Justiz sah allerdings keinen Ermittlungsbedarf wegen „Verhetzung“.

BKA / Andy Wenzel
„Stürmer“-Vergleich Armin Wolfs war unpassend – Justiz ermittelt nicht gegen RFJ

Unvergessen ist der Eklat von ORF-Moderator Armin Wolf, den er sich beim freiheitlichen Generalsekretär Harald Vilimsky erlaubt hatte. Anlässlich des heurigen EU-Wahlkampfes war Vilimsky in seiner Eigenschaft als EU-Spitzenkandidat der FPÖ Ende April zu einem Interview geladen worden, bei dem es um vieles ging, aber nicht um EU-Sachthemen. Dem nicht genug, stellte Wolf ein Plakat des RFJ Steiermark (Ring Freiheitlicher Jugend) einer antisemitischen Darstellung des NS-Mediums Der Stürmer gegenüber. Die Zeitung wurde zwischen 1923 und 1945 vom Nürnberger NSDAP-Gauleiter Julius Streicher, einem bekennenden Judenhasser, gegründet und herausgegeben.

Linke Medien üben sich in Wolf-Beschützung

Obwohl die System-Medien damals keine Gelegenheit ausließen, dem „armen“ Wolf gegen den „bösen“ Vilimsky beizustehen und bereits eine Art „Zensur“ durch die FPÖ orteten, war die Sache schon damals insofern blamabel, weil das nicht ganz unrealistische Sujet des RFJ keine Juden zeigte (sondern das genaue Gegenteil – Moslems) und ein Vergleich mit einem Medium, das in der Zeit des Nationalsaozialismus verbreitet wurde, nicht einmal ansatzweise mit der Tätigkeit des RFJ zusammenpasste.

Justiz sieht keinen Anlass zu Ermittlungen gegen RFJ

Was aber nun noch schwerer wirkt, ist, dass das von Wolf diskreditierte Sujet des RFJ strafrechtlich überhaupt keine Relevanz hat, so wie vieles, was der FPÖ laufend medial vorgeworfen wird und sich im Endeffekt – meist nach den jeweiligen Wahlen – als Schuss in den Ofen entpuppt. Eine anonyme Anzeige gegen den RFJ bei der Staatsanwaltschaft Graz wegen des Verdachts der Verhetzung wurde nämlich fallengelassen. Es wurden nicht einmal Ermittlungen aufgenommen, wie es in einer aktuellen Aussendung des RFJ heißt und auch bereits in den Medien kolportiert wird.

Linke Hetzjagd zu Fall gebracht

„Die linke Hetzjagd und Meinungsmacherei gegen den RFJ-Steiermark wurde nun endgültig zu Fall gebracht. Die Staatsanwaltschaft bestätigt einmal mehr, dass die Vorwürfe in den vergangenen Monaten absurd waren“, so der steirische RFJ-Landesobmann Michael Wagner. Er fordert vor allem eine Entschuldigung seitens des ORF, nachdem ZIB-Moderator Armin Wolf Vergleiche mit der NS-Zeit gezogen hatte. „Der ORF ist angehalten, die unhaltbaren Vorwürfe gegen den RFJ-Steiermark zurückzunehmen und einzustellen. Ich erwarte mir daher eine Entschuldigung sowie eine Klarstellung seitens des ORF und des ZIB-Moderators Armin Wolf“, so Wagner kämpferisch.

Wolf als „Europäischer Journalist des Jahres“

Dass Armin Wolf wegen dieses Interviews „Europäischer Journalist des Jahres“ wurde (wofür er sich selbst bei Vilimsky bedankte), ist faktisch die Krönung dieser Riesen-Blamage. Die Anforderungen für diese Auszeichnung lauten anscheinend: Provoziere einen rechten Politiker vor laufender Kamera mit Vergleichen, die vollkommen haltlos und strafrechtlich nicht einmal verfolgenswert sind. Mime das arme und von der FPÖ gejagte Journalistenopfer, das nicht versteht, warum eine solche Interviewführung Konsequenzen haben sollte (die Konsequenz war lediglich, dass die FPÖ zu Recht Kritik übte und Wolf als objektiven Moderator im Staatsfunk in Frage stellte), und warte darauf, dass einem die Auszeichnungen dafür von Gleichgesinnten nachgeworfen werden. Herr Wolf, Sie haben den Titel wahrlich „verdient“! Gratulation zu dieser Blamage!

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