In der Avenue de Philippeville 128 in Charleroi-Marcinelle, gegenüber von Dutroux ehemaligem Haus, wurde 1997 eine Tafel  mit der Inschrift: En memoire de tous les enfants victimes de pédophilie („Im Gedenken an alle Opfer der Pädophilie“) befestigt.

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Dutroux-Anwälte wollen mit Psycho-Gutachten vorzeitige Entlassung des Kinderschänders einleiten

Keine Ruhe geben die geschäftigen Rechtsanwälte des belgischen Kindermörders Marx Dutroux, wenn es darum geht, seine frühzeitige Entlassung aus der lebenslangen Haft zu erreichen. Mit einem neuen Psycho-Gutachten wollen die Rechtsbeistände Dutrouxs erreichen, dass er bereits 2021 frühzeitig aus der Haft kommt und nicht bis mindestens 2026 sitzen muss. In Belgien dauert lebenslang nicht lebenslang, sondern in der Regel 30 Jahre.

Die sind, nachdem er bereits 1996 in Haft gekommen und 2004 verurteilt worden ist, 2026 jedenfalls um. Das Psycho-Gutachten soll jetzt fünf Jahre „gut machen“ und diese dem Langzeithäftling ersparen.

Am 28. Oktober fällt Entscheidung über Gutachten

Am 28. Oktober soll die Entscheidung durch ein Brüsseler Gericht fallen, ob die Erstellung dieses Gutachtens überhaupt zulässig ist. Der Mehrfachmörder Dutroux hatte Anfang der 90er Jahre insgesamt sechs Mädchen entführt, gefoltert und vergewaltigt. Vier Mädchen wurden in weiterer Folge von Dutroux sogar getötet. Zuletzt war 2013 ein Antrag des Kinderschänders auf frühzeitige Entlassung abgelehnt worden. In der Öffentlichkeit gibt es seit Jahren Widerstand gegen eine milde Behandlung des Pädophilen.

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