„Dem Planeten ist es scheißegal, ob wir mit einem Diesel- oder Elektroauto fahren. Beides braucht Unmengen an Energie in der Produktion“, sagt Roland Düringer.

Alfred Pertl / Wikimedia CC BY-SA 4.0
„Öko-Rebell“ Roland Düringer bezeichnet „Fridays for Future“ als Marketing

Bei der Nationalratswahl hat Kabarettist Roland Düringer seine „gültige Stimme“ der Liste Jetzt gegeben, weil er den Tierschützer Martin Balluch schätzt, sagt er im Interview mit dem Standard. Liest man aber seine Einstellungen zur neuen Umweltbewegung „Fridays for Future“ oder „Direkte Demokratie“, hätte der „Öko-Rebell“ genauso gut die FPÖ wählen können.

„Fridays for Future“ unterstützt Agenda einer Industrie

Die Freitag-Demos der Jugendlichen gegen den Klimawandel mit dem Titel „Fridays for Future“ passt ihm gar nicht. Dazu sagt Düringer im Standard:

Fridays for Future ist Marketing – es unterstützt die Agenda einer Industrie, die uns neue, vermeintlich grüne Produkte verkaufen will. Dem Planeten ist es scheißegal, ob wir mit einem Diesel- oder Elektroauto fahren. Beides braucht Unmengen an Energie in der Produktion. Es geht um Grundsätzlicheres: Wir müssen vom Materialismus wegkommen. Solange wir das nicht schaffen, werden wir nur das eine durch das andere ersetzen. Und alles wächst weiter, die Wirtschaft und die Müllberge.

Blaue Handschrift auch bei „offener Demokratie“

Das könnte auch ein freiheitlicher Politiker gesagt haben. Und auch bei dem, was Roland Düringer, der ja selbst einmal mit der Liste „Gilt“ eine Politikerkarriere anstrebte und scheiterte, zu „offener Demokratie“ sagt, klingt es nach blauer Handschrift:

…Wir müssen darüber reden: Welches politische System wollen wir für unsere Kinder aufbauen? Und die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist – dank der heutigen technischen Möglichkeiten – die Leute mitbestimmen zu lassen.

„Direkte Demokratie“ auf breiter Basis

Die „Direkte Demokratie“ steht seit langem im Parteiprogramm der FPÖ und war auch Teil des türkis-blauen Regierungsprogramms. FPÖ-Parteichef Norbert Hofer hat zudem festgehalten, in einer künftigen Regierung mit blauer Beteiligung die „Direkte Demokratie“ vorantreiben zu wollen. Allerdings auf breiter Basis und nicht so, wie es Düringer im Standard darstellt:

…eine offene Demokratie, wo in Fachbereichen kompetente Bürger zunächst sechs Wochen online diskutieren, dann werden 100 Leute ausgelost und die treffen eine Entscheidung.

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