Auf einer türkischen Facebook-Gruppe sollen sich Türken untereinander Wohnunsvergaben in Wiener Gemeindebauten ausmachen (Symbolbild).

Bwag / Wikimedia CC BY-SA 3.0 / Fotomontage unzensuriert
Wiens FPÖ-Chef Nepp empört: Türken geben Gemeindewohnungen via „Facebook“ an Türken weiter

Der Wiener FPÖ-Vizebürgermeister Dominik Nepp kann es gar nicht fassen: Auf einer Facebook-Gruppe würden sich Türken auf Türkisch die Direktvergabe und den Tausch von Gemeindewohnungen samt Ablösen untereinander ausmachen.

Sittenbild für den Gemeindebau im Roten Wien

„Österreicher sind ausgeschlossen“, so Nepp, der diese Gruppe als Sittenbild für den Gemeindebau im Roten Wien bezeichnet. Die Gruppe soll von einem türkisch sprechenden Wiener gegründet worden sein.

Wiener Wohnen: Alles ist rechtens!

In der Zeitung Österreich nimmt Wiener Wohnen zu den Vorwürfen Stellung:

Wir kennen diese Gruppe. Da wird vor allem auf Deutsch kommuniziert, alles ist rechtens und es gelten für alle die gleichen Spielregeln. Wer die Kriterien nicht erfüllt, erhält natürlich auch über diese Gruppe keine Gemeindewohnung.

Indirekt gibt Wiener Wohnen sogar zu, dass die Türken hier mit Gemeindewohnungen „dealen“: Wer die Kriterien erfülle, erhalte eine Gemeindewohnung, sagen sie.  Also ein türkischer Einwanderer, der dann österreichischer Staatsbürger wird und sich für eine Gemeindewohnung bewirbt.

Keine Bevorzugung der autochthonen Wiener

Diese Aussage ist deshalb bemerkenswert, weil der Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig schon als Wiener Wohnbaustadtrat den „Wien-Bonus“ ausrief. Menschen, die länger in der Stadt leben, sollten – auch bei der Vergabe von Gemeindewohnungen – bevorzugt werden.

Das wird nicht möglich sein, wenn auf der türkischen Facebook-Seite die Gemeindewohnungen unter Gleichgesinnten verteilt werden. Von der Vergabe einer solchen Wohnung bekommen Wiener, die vielleicht seit Geburt in der Stadt leben und nicht zur türkischen Gemeinde gehören, gar nichts mit. In der Regel wird Wiener Wohnen auch einem Tausch zustimmen, wenn türkische Familien mit österreichischer Staatsbürgerschaft einen entsprechenden Vorschlag einbringen.

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