Eine Studie zur Doppelstaatsbürgerschaft offenbart die Linkslastigkeit des ORF.

Thomas Stoerck / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0)
ORF interpretiert Studienergebnis um, damit es ideologisch passt

Groß titelte der ORF gestern, Mittwoch, über die Südtiroler: „Mehrheit will keinen Doppelpass“. Im Bericht wird das Ergebnis einer Studie der Michael-Gaismair-Gesellschaft vorgestellt, die der Politologe Günther Pallaver von der Universität Innsbruck bearbeitete und interpretierte.

Nicht berichtet wird, dass der Politologe kein unabhängiger Wissenschaftler ist, sondern ein linker Anti-Deutscher und Ex-Landtagskandidat der Grünen. Auch nicht berichtet wird, dass die Michael-Gaismair-Gesellschaft ein Alt-68er-Urgestein des Neomarxismus ist.

Glaube keiner Studie, die du nicht selbst…

Dementsprechend kam bei der Studie für Pallaver auch heraus, was für die Linke eben herauskommen musste. Demnach hielten 63 Prozent der Bevölkerung in Südtirol die Doppelstaatsbürgerschaft für eine problematische Idee oder lehnten sie völlig ab.

Sven Knoll von der Südtiroler Freiheit sowie der Südtiroler Heimatbund sehen im Ergebnis jedoch ein „grandioses Eigentor für die Doppelpass-Gegner“. Wie nun? Wie können Pallaver und der ORF die Ablehnung der Doppelpass-Idee und der Landtagsabgeordnete und der Heimatbund genau das Gegenteil aus der Studie herauslesen?

Wahrlich ein beachtliches Ergebnis

Was Knoll dazu sagt, ist durchaus richtig. 34 Prozent der Südtiroler würden laut Studie nämlich das Angebot auf Doppelstaatsbürgerschaft annehmen. Und das nach Jahren der Negativmeldungen, nach Jahren, in denen die italienische Regierung diesen Wunsch offen torpedierte, die Linken südlich wie nördlich des Brenners dagegen arbeiteten, die SVP ablehnend herumlavierte, eine Maschinerie der Angstmacherei wegen der Pensionen in Gang gesetzt wurde, in Wien durch die Feigheit der ÖVP nichts weitergegangen ist. Unter diesem Aspekt sind 34 Prozent tatsächlich ein „Eigentor für die Doppelpass-Gegner“.

Widersprüche, wohin man schaut

Abgesehen davon, widerspricht sich die linke Propaganda selbst. Einerseits behauptet sie, die Doppel-Staatsbürgerschaft spalte das Land, denn sie sei eine neue Option (vor genau 80 Jahren wurden die Südtiroler vor die Wahl gestellt: Deutsche bleiben und auswandern, oder Italiener werden und bleiben. Fast alle entschieden sich für das Volkstum), andererseits sagen sie, es bestehe eh kein Interesse. Also was nun?

Eine Option ist es natürlich nicht, da nicht zwischen zwei Dingen gewählt werden muss. Außerdem besteht kein Zwang. Die Rahmenumstände sind ganz andere: Es sind ja nicht mehr Mussolini und Hitler an der Macht, sondern es geht um zwei demokratische Staaten innerhalb der EU. Nicht zuletzt ist nicht Italien die treibende Kraft wie 1939, als es die Südtiroler schlichtweg aus dem eigenen Land werfen wollte, denn um nichts anderes ging es bei der Option, deren Bedeutung von den Neomarxisten wie Pallaver seit den 1970er Jahren einseitig umgedeutet wird.

Linke Ängste dienen der Instrumentalisierung

Die Frage nach der Doppelstaatsbürgerschaft ist freiwillig, und die Studie widerlegt die linken „Ängste“, weil tatsächlich nur der den Antrag stellen wird, der will. Das war immer der Sinn und Zweck dieses Aktes der Gerechtigkeit und Wiedergutmachung, den Österreich leistet, weil Italien dazu immer noch die Größe fehlt – jene, die es für die italienische Minderheit in Kroatien und Slowenien sehr wohl in Anspruch genommen hat.

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