Ein Tunesier mit deutscher Staatsangehörigkeit soll in Limburg seine Ehefrau angefahren und brutal zerhackt haben – in der Bild-Zeitung wird er zum „Deutschen“.

carsten / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Tunesier tötet Ehefrau mit Axt und Messer – „Bild“ macht ihn zum „Deutschen“

Im hessischen Limburg soll am heutigen Freitag ein 34-jähriger Mann seine 31-jährige Ehefrau brutal ermordet haben – die Tatwaffen: ein Audi, eine Axt und ein Schlachtermesser. Währenddessen gibt sich die Bild bei der Berichterstattung über das grausame Verbrechen politisch überkorrekt und blamiert sich damit.

Täter fährt Frau an und metzelt sie nieder

Um 8.26 Uhr wurde die Feuerwehr an den Tatort gerufen: Der mutmaßliche Mörder dürfte mit seinem Fahrzeug seine Frau, die gerade auf dem Gehsteig unterwegs war, angefahren haben und schließlich selbst gegen eine Hauswand gekracht sein. Anschließend sprang er aus dem Wagen und soll laut Medienberichten mit einer Axt und einem Schlachtermesser auf die Frau eingeschlagen und diese auf brutalste Weise ermordet haben.

Bild macht aus Migranten „Deutschen“ und dann „Mann“

Besonders peinlich wurde es bei der Berichterstattung über das grausame Verbrechen wieder einmal für die Bild-Zeitung: In einem Bericht schreibt das Online-Portal des Boulevard-Blattes:

Der Mann schlug auf die Frau ein. Sie wurde so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort starb. Die beiden haben zwei Kinder, die zur Tatzeit im Kindergarten waren. Sie wurden von Mitarbeitern des Jugendamts abgeholt, werden betreut.

In einer früheren Version des Artikels war jedoch nicht von einem „Mann“ die Rede: Ursprünglich handelte es sich um einen „Deutschen mit Migrationshintergrund“. Als der Redaktion dieser „Fauxpas“ auffiel, wurde aus dem „Deutschen mit Migrationshintergrund“ schnell und  dreist einfach „ein Deutscher“. Besonders glücklich schien man mit dieser Formulierung jedoch auch nicht zu sein, und so machte man den „Deutschen“ kurzerhand einfach zu einem „Mann“ – ein üblicher Vorgang in unseren grünlastigen Redaktionsstuben. Wie offensichtlich für einige zahlende Kunden des kostenpflichtigen Angebotes von bild.de ersichtlich war, handelte es sich beim vermeintlichen Täter letztendlich um einen Tunesier mit deutscher Staatsangehörigkeit.

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