„Profil“ sieht in der Anstellung eines Praktikanten in der Nationalbank einen Skandal.

Bwag / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
„Profil“ entsetzt, dass Burschenschafter in der Nationalbank arbeiten dürfen

Das Nachrichtenmagazin Profil hat gar Ungeheuerliches erfahren: Die „investigativen“ Recherchen des Blattes haben ergeben, dass ein Mitglied einer schlagenden Studentenverbindung eine Stelle bei der Österreichischen Nationalbank (OeNB) bekam. Selbstverständlich sollen auch hier „blaue Netzwerke“ für diese Personalentscheidung verantwortlich sein.

Menschen ohne passendes Parteibuch in der OeNB unerwünscht

„Neuer Wirbel um OeNB-Personalpolitik“ titelte heute das Profil stolz und kündigte damit einen Bericht an, der in der morgigen Print-Ausgabe des Magazins erscheinen soll. Der banale Inhalt: Ein Burschenschafter bekam einen Job in der OeNB, und als Waffenstudent kann dieser natürlich nur über seine Kontakte in anderen Studentenverbindungen an den Posten gekommen sein.

Da passt es ganz gut, dass auch der Direktor der Nationalbank, Eduard Schock, ein „böser“ Burschenschafter ist: Schock ist Mitglied der akademischen Burschenschaft Aldania. Bei dem jungen Studenten handelt es sich um den ehemaligen Obmann des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS), Felix M. der auch 2017 der Spitzenkandidat des RFS zur ÖH-Wahl war. Der Student der Technischen Universität Wien und Kandidat zur diesjährigen Wahl zur Hochschülerschaft begann nach seinem Studienabschluss des Studienganges „Wirtschaftsingenieurswesen-Maschinenbau“ ein Praktikum bei der OeNB – und ist in der Wiener Burschenschaft Libertas korporiert.

Skandal für Profil: Praktikant bekommt Festanstellung 

Der ehemalige Praktikant soll nun eine Festanstellung bei der Nationalbank bekommen – angeblich auf Wunsch des Direktors, Eduard Schock. Im Profil liest man dazu Folgendes:

M,, bisher Praktikant, soll eine Stelle in der Schock unterstehenden Abteilung Informationsmanagement und Services erhalten, wo unter anderem die Poststelle, eine Druckerei und die IT-Technik untergebracht sind. Das wurde „profil“ von mehreren mit dem Vorgang vertrauten Personen bestätigt.

Der Waffenstudent M. wird nun also eine Anstellung in einer Abteilung bekommen, die sich vor allem durch spektakuläre Infrastruktur wie eine Poststelle oder gar eine Druckerei auszeichnet. Am 1. November soll er die Stelle antreten. Erfahren haben will das Profil von Personen, die mit den „Vorgängen vertraut“ seien. Kritik an der massiven Verletzung des Datenschutzes durch Mitarbeiter der OeNB liest man hingegen weder im Profil, noch in anderen Medien wie dem Standard oder dem ORF, die die angebliche Schlagzeile ohne eigene Recherchen sofort brav abschrieben.

Mainstream-Presse will Berufsverbote für Rechte

Dass die Mainstream-Medien die Geschichte schnell und unkritisch übernehmen würden, war zu erwarten: Nicht anders erging es im September einem Praktikanten des Bundeskriminalamts, dem vorgeworfen wurde, ein „Rechtsextremist“ zu sein, weil er, wie jedoch fälschlich behauptet, Mitglied einer Burschenschaft sein solle. Fälle wie diese zeigen, dass hinter den „Anpatz“-Versuchen linksliberaler Medien eine unausgesprochene Intention liegt: Die etablierten Medien möchten am liebsten Berufsverbote einführen für alle, die nicht mit den Meinungen der großen Redaktionen konform gehen.

Auch FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker warnt in einer Pressemitteilung vor solchen Entwicklungen:

Offenbar ist das Ziel diverser Medien und ihrer Wasserträger ein generelles Berufsverbot für Freiheitliche und alle, die den Freiheitlichen in irgendeiner Form nahestehen oder Burschenschafter sind. Auf diese Formel lässt sich der angebliche neue ‚Wirbel um OeNB-Personalpolitik‘ im ‚Profil‘ reduzieren.

Freiheitlichen-Bashing auf dem Rücken unbescholtener Bürger

Auch weist Hafenecker darauf hin, dass die Nationalbank jahrzehntelang nicht von Burschenschaftern, sondern roten und schwarzen Netzwerken kontrolliert wurde. Dass aus einer Banalität, wie der Festanstellung eines Praktikanten, ein Skandal gemacht werden soll, zeigt, dass es hierbei lediglich um parteipolitischen Proporz geht:

Die Nationalbank war jahrelang eine der Top-Versorgungsadressen für Personen aus dem Umfeld von SPÖ und ÖVP. Dass im Führungsgremium nun zwei hochqualifizierte Personen vertreten sind, die nicht aus der rot-schwarzen Ecke kommen, und Personen eingestellt werden, die keine SPÖ- oder ÖVP-Parteigänger und noch dazu qualifiziert sind, stößt offenbar manchen in der Nationalbank sauer auf.

Qualifikation ausschlaggebend

Für den freiheitlichen Generalsekretär steht fest, dass es an der Qualifikation M. für die Anstellung in der „Abteilung für Informationsmanagement und Services“ keinen Zweifel gibt:

Sicher ist: Es gibt keine Zweifel an der Qualifikation der beiden Mitarbeiter, sonst hätte ‚Profil‘ das genüsslichst ausgewalzt. Davon ist aber kein Wort zu lesen. Daraus folgt: Die beiden Mitarbeiter haben sämtliche nötigen Qualifikationen für ihre jeweiligen Aufgaben. Es gibt also keinen einzigen sachlich begründbaren Vorwurf, den man OeNB-Direktor Eduard Schock machen könnte. Es geht lediglich um Freiheitlichen-Bashing – und zwar auf dem Rücken von zwei völlig unbescholtenen Mitarbeitern.

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