Schloss Moyland in Nordrhein-Westfalen lädt zu einer Wilhelm Busch-Ausstellung.

Rainer Lippert / Wikimedia (public domain)
Schloss Moyland/Kleve: Ausstellung „Herzenssache Wilhelm Busch malt“

Wer kennt ihn nicht, den Dichter Wilhelm Busch, Vater der weltberühmten Buben Max und Moritz.

Max und Moritz, die bösen Buben
kennt man in allen guten Stuben
doch Wilhelm Busch, ihr Erfinder
malt Bilder nicht nur für Kinder.

Unter diesem Motto gibt es noch bis 24. Februar nächsten Jahres die Ausstellung „Herzenssache Wilhelm Busch malt“ im Museum Schloss Moyland bei Bedburg-Hau im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen zu sehen. Sie ist im Erdgeschoß dieses ungewöhnlichen Ausstellungsortes untergebracht. In einem kleinen Rundgang bekommt der Besucher zumeist kleinformatige Ölbilder zu sehen. Szenen aus dem bäuerlich-dörflichen Alltag sind da auf Papier und Pappe verewigt, Porträts und Stillleben. Bäume und eine weite Landschaft machen die Landschaftsmalerei genauso aus wie das stürmische, dramatische Wetter – die Motive könnten vom Niederrhein des 19. Jahrhunderts stammen.

Nicht nur Dichter, sondern auch Maler

Busch lebte von 1832 bis 1908. Die flämische und holländische Malerei des 17. Jahrhunderts lernte er bei einem Studienaufenthalt an der Kunstakademie Antwerpen 1852 kennen. Sie sollte ihn zu zeitlos schöner Malerei inspirieren, die den Betrachter auch heute noch in ihren Bann schlägt. Und so zeigt die Sammlung viele Bilder des als Dichter berühmten Busch. Seine bildlichen Kunstwerke schlummerten lange Zeit schlummerten in ihrem Dornröschenschlaf. Die aktuelle Ausstellung holt sie vor den Vorhang.

Neugotisches Schloss in Nordrhein-Westfalen

Und was bekommt der Besucher ansonsten geboten? Im Keller erwartet eine eher unscheinbare Präsentation der Geschichte des Schlosses und der Sammlung van der Grinten den Besucher. Sehenswert ist hier lediglich die Bildhauerei, die mit diversen Büsten vertreten ist.

Das erste Obergeschoß ist Leben und Werk von Joseph Beuys gewidmet; er bildet mit rund 5.000 Werken den Schwerpunkt der Sammlung, die die Brüder Hans und Franz Joseph van der Grinten zusammengetragen haben. Hier werden immer wieder verschiedene Aspekte von Persönlichkeit und Schaffen museal beleuchtet. Das zweite Obergeschoß ist der Museumspädagogik sowie dem Freundeskreis und seiner Kunstpräsentation vorbehalten.

Busch-Ausstellung als Höhepunkt

Die Busch-Ausstellung ist momentan sicherlich der lohnenswerte Höhepunkt der Ausstellungen. Bei gutem Wetter lohnt sich ein Spaziergang in der Parkanlage, die das Wasserschloss umgibt. Sie ist Schlosspark und Skulpturenpark in einem.

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