Grünen-Chef Werner Kogler wird als Koalitionspartner von Kurz in Stellung gebracht.

Manfred Werner - Tsui / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Überzeugungsarbeit via Medien: Kurz und Kogler auf Koalitionskurs

Sie saßen staatstragend am Verhandlungstisch Anfang der Woche: Die ÖVP-Verhandler unter Sebastian Kurz und die grünen unter Werner Kogler. Die Sondierungsgespräche zwischen Schwarz/Türkis und Grün sollen bis Freitag, 8. November, abgeschlossen werden. Danach sollen die Parteigremien bekannt geben, ob offizielle Koalitionsverhandlungen für eine Mitte-links-Regierung aufgenommen werden.

Mediale Jubelmeldungen über Grüne

Damit die Kurz-Wähler die Krot schlucken, helfen die Medien, allen voran die Kronen Zeitung. So schreibt sie in der heutigen Mittwochausgabe: „Grüne und Disziplin – auch das funktioniert plötzlich“. Der ORF darf über einen „wieder einmal guten Austausch“ zwischen den vermeintlich ungleichen Parteichefs Kurz und Kogler berichten. Kogler wird zitiert, wonach es inhaltlich „nichts Unüberwindbares“ zwischen Schwarz und Grün gebe:

Nein, sonst wäre ich durch die Hintertüre ‚rausgegangen.

Im ORF-Report betonte Kogler die „brauchbare Gesprächsbasis“ mit der ÖVP und das „ungezwungene, offene“ Verhältnis.

Kritische Stimmen muss man suchen

Nur in den Leserbriefen dringt noch hin und wieder die Stimmung in der Bevölkerung durch. So gibt ein Leserbrief in der Printausgabe der Kronen Zeitung den Eindruck der Wähler über die erste Sitzung im neu gewählten Nationalrat wieder:

Weiters war zu bemerken, dass einige der Abgeordneten auch wohlwollende Worte für Mitglieder anderer Fraktionen fanden, hingegen die Grünen über nur ein Motto verfügten: Aggression, Angriff und Diskriminierung.

Doch das fällt den Mainstream-Medien nicht auf. Sie schreiben die Grünen nicht nur hoch, sie schreiben sie auch für den ÖVP-Wähler zurecht. Obwohl die Wahl vor vier Wochen für Österreich eine rechte Mehrheit gezeigt hat, fährt die ÖVP mit medialer Unterstützung die Politik nach links. Dafür trägt Sebastian Kurz die Verantwortung.

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