Sollen im „Nazi-Notstand“ noch stärker sichtbar werden: Linke Demonstranten, wie sie zuletzt erst im August durch Dresden zogen.

Tobias Möritz / flickr (CC BY-SA 2.0)
„Nazi-Notstand“: Dresden geht Satiriker auf den Leim

Ob „Kein Bier für Nazis“ oder „Omas gegen Rechts“ – Der Kampf gegen den angeblichen und tatsächlichen Rechtsextremismus geriet in letzter Zeit immer mehr zur unfreiwilligen Satire. In Dresden ließ man sich jetzt konsequenterweise gleich von einem bekennenden Satiriker anführen und rief auf dessen Vorschlag und Antrag hin den „Nazi-Notstand“ in der Stadt an der Elbe aus.

Aus Satire-Antrag wurde Grundsatzerklärung

Max Aschenbach von der aus dem Satire-Magazin Titanic hervorgegangenen Spaß-Truppe „Die Partei“ nahm mit seinem Antrag wohl auch den in bereits zahlreichen deutschen Kommunen ausgerufenen „Klima-Notstand“ aufs Korn. So sieht der Antragsteller übrigens aus:

Doch mit Nazis ist nicht zu spaßen. Daher formulierten Aschenbachs Stadtrats-Kollegen von Linkspartei, SPD, Grünen und FDP den Antrag in eine todernste „Grundsatzerklärung“ um und verschafften ihr mit 39 zu 29 Stimmen gleich die nötige Mehrheit.

Gegner von Rechtsextremisten sollen stärker wahrgenommen werden

In der Heimat der patriotischen PEGIDA-Spaziergänger soll jetzt die „demokratische Alltagskultur“ gestärkt werden. Und man will dagegen ankämpfen, dass „Gegner von Rechtsextremismus in der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen“ würden. Zumindest diesem Ziel ist man mit dem Theater um den „Nazi-Notstand“ einen großen Schritt näher gekommen.

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