Mehr als 10.000 illegal in Österreich aufhältige Personen wurden zwischen 2018 und August 2019 außer Landes gebracht, viele davon mit dem Flugzeug.

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So viele Abschiebungen gab es seit 2018

Einer Anfragebeantwortung von Übergangs-Innenminister Wolfgang Peschorn offenbart aktuelle Zahlen, wie viele „Schutzsuchende“ kein Anrecht auf Asyl hatten und deswegen letztendlich wieder abgeschoben wurden, nämlich 4.698 Personen im Jahr 2018. Im Zeitraum Jänner bis August 2019 waren es 3.626. Wenn sich herausstellt, dass Österreich für ein Asylverfahren nicht zuständig ist, dann kann im sogenannten Dublin-Verfahren eine Überstellung in jenen Staat stattfinden, der für das Asylverfahren tatsächlich zuständig ist. 2.287 Personen wurden im Vorjahr  deshalb überstellt. Heuer waren es bis August 967. Die meisten Überstellungen erfolgten nach Italien.

Abschiebungen mittels Flugzeug

2018 wurden 76 Charter-Sammelrückführungen per Flugzeug in folgende 17 Destinationen durchgeführt: Pakistan, Kosovo, Nigeria, Georgien, Armenien, Russland, Albanien, Nordmazedonien, Serbien, Afghanistan, Bosnien, Gambia, Aserbaidschan, Bangladesch, Bulgarien und Kroatien. Für zwangsweise Außerlandesbringungen per Flugzeug (Einzelrückführung und Charterrückführung) wurden im Vorjahr insgesamt 11,6 Millionen Euro ausgegeben. Eine relativ hohe Summe.

Ähnlich 2019: Mit Stichtag 11. September wurden 40 Charter-Rückführungen nach Pakistan, Kosovo, Nigeria, Georgien, Armenien, Russland, Nordmazedonien, Serbien, Afghanistan, Gambia, Usbekistan, Guinea und in die Mongolei durchgeführt. Dafür wurden von Jänner bis August (mit Stichtag 31. August 2019) für zwangsweise Außerlandesbringungen per Flugzeug (Einzel-Rückführung und Charter-Rückführung) insgesamt 7,9 Millionen Euro bezahlt.

Flugzeug-Abschiebungen sind teuer

Die angegebenen Kosten beinhalten die Flugkosten für zwangsweise Abschiebungen (inklusive Dublin-Überstellungen, Frontex-Flüge und Flugkarten für Einzelabschiebungen) sowie sonstige Kosten wie etwa für Vorauskommandos, Dolmetscher, Ärzte etc. Im Vorjahr waren 737 Personen von den Charter-Abschiebungen betroffen, heuer waren es (mit Stichtag 11. September 2019) 430. Neben Charter-Abschiebungen werden auch laufend Einzel-Rückführungen per Flugzeugdurch geführt. Um die Kosten zu senken, werden bereits Abschiebe-Möglichkeiten per Bahn, Bus oder Schiff diskutiert.

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