Der französisch-jüdische Philosoph und Autor Finkielkraut rechnet mit den Linken und ihrer fatalen Einwanderungspolitik ab.

Jérémy Barande / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
„Weil ich links bin, bin ich nicht mehr links“ – Alain Finkielkrauts Offenbarung

Der auch über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannte französisch-jüdische Philosoph, Schriftsteller, politische Kommentator und Mitglied der Academie Francaise, Alain Finkielkraut, gab anlässlich des Erscheinens seines jüngsten Buches „À la première personne“ dem konservativen Wochenblatt Valeursactuelles ein bemerkenswertes Interview, in dem er mit der Politik der Linken, wie es scheint, final abrechnet.

Abkehr von den Linken

Sein Abwenden von der Linken verkündet er gleich zum Einstieg und begründet es damit, dass diese, sobald sie von der Ideologie des Multikulturalismus erfasst waren, die Verteidigung der Ideen der Republik und des Laizismus aufgegeben habe. Und die zu „Neoprogressiven“ gewandelten Linken würden das Verlangen nach (öffentlicher) Sicherheit und den Willen einer Nation, sich selbst zu erhalten, als „populistisch“ diffamieren.

Neues Bewusstsein nationaler Identität

Finkielkraut reflektiert in dem Interview die Entwicklung seines eigenen Bezugs zur nationalen Identität: Für viele Jahre betrachtete er sie als nichts besonders Spezielles. Seine Identität reduzierte sich auf den Besitz eines Ausweisdokuments. Angesichts der Wahrnehmung, dass es sich inzwischen um ein kleines Land handelt, dessen Ausweis er trägt und dessen Existenz in Frage steht, entwickelte er einen „patriotisme de compassion“, einen „Patriotismus des Mitleids“, eine Sorge um etwas Kostbares, Zerbrechliches, Vergängliches.

Er bringt sein neues Bewusstsein mit einem Zitat des Dichters Antoine de Saint-Exupéry auf den Punkt:

Was wird bleiben von dem, was ich liebte?

Die französische Identität kann verschwinden, und sobald die demographischen Umwälzungen durch die Einwanderung der vielen Fremden eintreten, wird es umso wichtiger sein, damit in Kontakt zu bleiben, „was wir waren, um nicht zu sterben“.

Kritische Distanz zu Präsident Macron

Auch der „Macronismus“ kommt bei ihm nicht gut weg: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stehe nicht zu seinem Wort, befördere die Einwanderung mit der Begründung eines positiven wirtschaftlichen Wachstumsimpulses und beklage gleichzeitig die negativen Effekte des Kommunitarismus. Finkielkraut sieht den Präsidenten dabei in einem Korsett aus einer widerspenstigen Mehrheit im Parlament sowie den nationalen und internationalen (Höchst-)Gerichten (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte). (Anm.: Hier bleibt die Frage unbeantwortet, warum Macron dann dieses Korsett durch die Annahme des UN-Migrationspaktes noch enger geschnürt hat.)

Gelbwesten mit falschem Schwerpunkt

Zu der Attacke auf ihn selbst durch Demonstranten der Gelbwesten („sale merde sioniste“ – unzensuriert verzichtet aus Höflichkeitsgründen auf eine Übersetzung) stellt Finkielkraut fest, dass diese nicht mit der Parole „Frankreich den Franzosen“ aufgetreten sind, sondern mit „Frankreich gehört uns“, was ganz andere Begehrlichkeiten weckt.

Neue Wege

Das Interview in der französichen Wochenzeitung mit dem Titel „Weil ich links bin, bin ich nicht mehr links“ ist eine schonungslose Abrechnung mit den Einwanderungsbefürwortern. Sie stehen links, weshalb sich so mancher ehemaliger Linker abwendet und neue Wege sucht.

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