In manchen Spitalern Großbritanniens werden künftig „Rassisten und Sexisten“ nicht mehr medizinisch behandelt. Wie man diese ausmachen will, bleibt allerdings unklar.

fshoq.com / gemeinfrei (CC BY 4.0)
Großbritannien: Keine medizinische Versorgung für „Rassisten und Sexisten“

Großbritannien entwickelt sich immer rascher in einen totalitären, Orwell’schen Vorzeigestaat, in dem politische Korrektheit und Multi-Kulti zur obersten Maxime werden. Jüngster Vorstoß: Der nationale Gesundheitsdienst im südwest-britischen North Bristol will künftig sogenannten „Rassisten und Sexisten“ die medizinische Versorgung in Spitälern verweigern.

Keine medizinische Versorgung bei „Fehlverhalten“

Wie der North Bristol NHS Trust über seine Vize-Direktorin Andrea Young ausrichten ließ, sind „diskriminierendes, rassistisches und sexistisches Verhalten sowie dazugehörige Sprache und Gesten“ in Großbritannien strafbar und würden somit auch künftig in den Spitälern geahndet werden.

Lässt sich also ein Patient hinreißen, sexistisch oder rassistisch aufzufallen, wird er zunächst verwarnt (ähnlich einer gelben Karte im Fußball) und in letzter Konsequenz von der benötigten Behandlung ausgeschlossen, sofern diese nicht lebensnotwendig ist.

Stolz auf multi-ethnisches Personal 

Der North Bristol NHS Trust sei stolz auf sein „vielfältiges und multi-ethnisches Personal“, zudem lebe man in den medizinischen Einrichtungen jeden Tag Multikulturalität. Daher wolle man mit dieser Maßnahme ein „starkes Signal in Richtung von Rassisten und Sexisten senden“, dass dieses Verhalten auch Konsequenzen nach sich ziehe. Das medizinische Personal wird überdies angehalten, bei Fehlverhalten von Patienten die Polizei herbeizurufen.

Wie man künftig diskriminierendes, „rassistisches“ und „sexistisches“ Verhalten erkennen und bewerten will, bleibt unbeantwortet. Scheinbar obliegt es künftig dem Personal, ob jemand behandelt wird, oder eben nicht.

 

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