Am türkisch-griechischen Grenzübergang am Fluss Elvros werden in Zukunft noch mehr abgeschobene, ehemalige IS-Kämpfer aus der Türkei eintreffen.

Reinhard Dietrich / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Türkei wollte US-arabischen IS-Kämpfer über Grenze nach Griechenland abschieben

Die Ankündigung der Türkei, ehemalige IS-Kämpfer in großer Zahl abzuschieben, führt bereits zu eigenartigen Konstellationen an den Grenzübergängen. Aktuell versuchten die türkischen Behörden, einen ehemaligen IS-Kämpfer aus ihrem Land nach Griechenland abzuschieben.

Türken schoben IS-Kämpfer einfach über Grenze

Bei diesem IS-Kämpfer soll es sich um einen US-Bürger handeln, den türkische Grenzpolizisten einfach bei Kastanies/Edirne am Evros auf griechisches Staatsgebiet gebracht haben sollen.

Den Griechen wurde mitgeteilt, die Aufenthaltserlaubnis des US-Bürgers mit IS-Hintergrund sei abgelaufen. Die Griechen unterzogen den US-Bürger arabischer Abstammung einer Sicherheitsüberprüfung, die aktenmäßig nichts ergeben hatte.

US-Bürger weigerte sich, in Griechenland zu bleiben

Nachdem sich der US-Bürger und IS-Aktivist geweigert hatte, in Griechenland zu bleiben, wurde er von den türkischen Grenzpolizisten wieder mitgenommen. Wenig später tauchte der Islamist wieder auf und wollte doch nach Griechenland einreisen. Die Griechen verweigerten ihm aber die Einreise, und er reiste neuerlich in die Türkei ab.

Bei diesem Mann handelt es sich vermutlich um einen amerikanischen IS-Anhänger, den türkische Kräfte während ihrer Offensive in Nordsyrien gefasst hatten. Wäre er nicht zurückgewiesen worden, wäre er wahrscheinlich via Balkan-Route in Richtung Mitteleuropa weitergezogen.

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