Sudadeh Mortezais vollkommen politisch korrekter Film ist durchgefallen.

Paul Katzenberger / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Obwohl durch und durch politisch korrekt: Österreichs Oscar-Film disqualifiziert

Da hatte Österreich ganz politisch korrekt der aus dem Iran stammenden Subdadeh Mortezai den Auftrag erteilt, einen Film über ihre neue Heimat zu drehen. Der vom Österreichischen Filminstitut, dem Filmfonds Wien und dem ORF unterstützte Spielfilm „Joy“ wurde am 30. August 2018 im Rahmen der 75. Filmfestspiele von Venedig vorgestellt und danach auch für den „Auslands-Oscar“, den Preis für den besten internationalen Spielfilm, eingereicht.

Alles, was das Establishment freut

Doch – man kann es kaum glauben – der Film fiel bei der „Academy of Motion Picture Arts” durch. Nicht, weil der Film, in dem es um eine Nigerianerin in Österreich geht, zu wenig den politisch korrekten Ansprüchen genügte; immerhin kommt alles vor, was beim politmedialen Establishment prämierungswürdig ist, nämlich arme Afrikaner, die von Schleppern und im Zielland ausgebeutet werden. Neben Deutsch und nigerianischen Sprachen ist der Film auch in einem Pidgin-Dialekt (eine vereinfachte Behelfssprache, wie sie unter Migranten oft üblich ist) gedreht worden.

Dafür feierte sich das System gleich selbst: An die Regisseurin wurde der erstmals an eine Filmemacherin vergebene Hearst Prize vergeben. Der Film heimste Hauptpreise bei den Festivals von London, Chicago und Marrakesch ein. Linke Medien wie der Guardian und die New York Times empfahlen „Joy“ ausdrücklich.

Zu viel Englisch

Nein, der Film wurde für den Auslands-Oscar disqualifiziert, weil in dieser Kategorie nicht englischsprachige Filme prämiert werden. Doch bei „Joy“ – der Titel weist schon darauf hin – kommen, laut Entscheidung, zu viele englische Dialoge vor.

Das freut den österreichischen Steuerzahler! Er hat einen Film finanziert, den er zum überwiegenden Teil nicht versteht. Aber nicht nur das: Für ihre Recherchen zum Film reiste Mortezai unter anderem nach Benin-City (Nigeria), besuchte einen Juju-Priester und sprach mit Familien, deren Töchter in Europa leben. In Wien recherchierte sie bei Ämtern, Nichtregierungsorganisationen, der Polizei und in der nigerianischen Gemeinschaft. Kein billiger Film.

Protest gegen Entscheidung

Der Geschäftsführer des Fachverbands der Film- und Musikindustrie (Fama), Werner Müller, zeigt sich überrascht und will Protest gegen die Entscheidung einlegen. Allerdings ortet er selbst kaum Chancen: „Es wurde so spät entschieden, dass uns eigentlich die Möglichkeit genommen wurde, zu berufen oder einen anderen Film nachzunominieren“, so Müller. Für ihn ist die Disqualifikation auch eine „politische Entscheidung“. Jedenfalls eine gute in dem Sinne, dass die Österreicher erfahren, was mit ihrem Steuergeld alles finanziert wird.

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