Dauerthema: Zwangsgebühren für Sendungen, die fast niemand mehr sehen will.

Medienlogistik
Zwangsgebühren für peinliche Internet-Auftritte und verwaiste Sendeformate

Die Rundfunkgebühren stehen seit geraumer Zeit im Kreuzfeuer ihrer Kritiker. Das betrifft die GIS in Österreich genauso wie die GEZ in der Bundesrepublik Deutschland. Fairerweise muss man anmerken, dass die GIS nicht ganz so unverschämt vorgeht wie ihre bundesdeutsche Schwester – nicht vorgehen kann, dank unterschiedlicher gesetzlicher Rahmenbedingungen.

Einen tut die beiden jedoch, dass sie Geld für öffentlich-rechtliche Fernseh- und Radiosendungen eintreiben, die immer weiter in die Bedeutungslosigkeit absinken.

Konsumentenschicht stirbt weg

So werden die „Tagesschau“ wie auch ihr Pendant „Zeit im Bild“ hauptsächlich von der Generation über 50 Jahre (Ü50) gesehen, bei den Ü40 hält es sich gerade mal noch die Waage. Jüngere Schichten informieren sich im Internet.

Sie sind es nicht mehr gewohnt, jeden Abend zu einer bestimmten Zeit von den immer gleichen Gesichtern die „Wahrheit“ präsentiert zu bekommen, sondern greifen auf vielen verschiedenen Kanälen zu beliebigen Zeiten auf die unterschiedlichsten Informationsangebote zurück.

Anschluss ans Weltnetz-Zeitalter verpasst

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten versuchen zwar mittlerweile, auch dieses Feld zu beackern, müssen jedoch täglich die Erfahrung machen: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Bei den Unter-30-Jährigen haben Youtuber und Instagramer den großen Sendeanstalten längst den Rang abgelaufen; bestes Beispiel hierfür ist der auf Englisch sendende Schwede Pewdiepie, der auf sagenhafte 102 Millionen Abonnenten verweisen kann und dessen Geblödel auch bei deutschen Jugendlichen beliebt ist.

Vertrauensverlust und Unglaubwürdigkeit

Doch auch die etwas ältere Generation sucht zunehmend Alternativen. Die kognitive Dissonanz zwischen medialer Darstellung und Alltagswirklichkeit hat zu einem massiven Vertrauensverlust geführt, das Fernsehprogramm wird zunehmend als reines Propagandagetöse wahrgenommen. Einfacher ausgedrückt: Die Leute haben es satt, sich von den immer gleichen unglaubwürdigen Figuren in gekünstelter PC-Sprache haarsträubende Erklärungen für die Verrücktheiten dieser Welt anhören zu müssen.

Hobby-Youtuber zeigt, wie‘s geht

Einer, der zeigt wie es auch gehen kann, ist ein Hobby-Youtuber, der sich „Digitaler Chronist“ nennt. Der in Berlin lebende IT-Fachmann und bekennende AfD-Wähler, der stets in Hemd und Sakko auftritt, betreibt seinen Kanal erst seit März; sein Programm besteht hauptsächlich daraus, sich über den links-grünen Zeitgeist lustig zu machen – und ist damit enorm erfolgreich.

So erfolgreich, dass er die Youtube-Formate der öffentlich-rechtlichen Sender weit hinter sich lässt, wie er in diesem Video auf höchst süffisante Art darlegt.

Gebühren-TV im Erklärungsnotstand

Wenn also ein Vollzeit arbeitender Mann, nur so als Hobby nebenher betrieben, innerhalb weniger Monate einen Kanal mit fast 40.000 Abonnenten aufbauen kann, dessen Direktübertragungen auch noch vergleichbare Formate öffentlich-rechtlicher Sender in puncto Zuschauerzahlen um den Faktor 10 übertreffen, dann müssen sich die Senderchefs wohl oder übel die Frage gefallen lassen, wofür die vielen Zwangsgebühren denn eigentlich verbrannt werden.

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