Viele Krone-Abonnenten dürften ihr Abo storniert haben. Weitere könnten folgen.

Screenshot von https://meinabo.krone.at/storno
Angeblich 70.000 Kündigungen: Laufen der „Krone“ die Abonnenten davon?

Wie unzensuriert aus verlässlicher Quelle direkt aus der Kronen Zeitung, derzeit – noch – Österreichs auflagenstärkste Tageszeitung, zugetragen wurde, soll das Medium in letzter Zeit viele Abonnenten verloren haben. Konkret sollen an die 70.000 Abo-Kündigungen eingelangt sein, was langfristig auch finanziell zu Einbußen führen dürfte. Geschätzt dürften der Kronen Zeitung mehr als drei Millionen Euro pro Jahr allein aus Abo-Erträgen entgehen – die Auswirkungen auf die Anzeigenkunden nicht mitgerechnet. Der freiheitliche Generalsekretär Christian Hafenecker, der öffentlich angekündigt hatte, sein Krone-Abo zu kündigen, war offensichtlich nicht der einzige.

Reaktion auf Berichterstattung gegen FPÖ

Sofern die Informationen stimmen – unzensuriert berichtete unlängst von der “Benko-Krone”, wie sie Kritiker bereits nennen – dürfte dieser Umstand auf die vollkommen unfaire Berichterstattung über die FPÖ zurückzuführen sein.

So hat die Kronen Zeitung tagelang gegen die FPÖ eine Schmutzkübelkampagne in Sachen eines Liederbuchs betrieben, obwohl das Buch Spottlieder beinhaltete, die unter anderem gegen die Nazis gerichtet waren. Strafrechtlich wird an der Sache voraussichtlich nichts hängen bleiben, die Krone machte dennoch daraus einen Skandal.

Und nicht nur aus dieser Geschichte. Seit dem sogenannten “Ibiza-Video” hat sich das Boulevard-Blatt vollends auf die FPÖ eingeschossen, im Gegenzug aber einer breiten Pro-ÖVP/Kurz-Berichterstattung Platz gemacht.

Nullg’schicht’ um Goldbarren

Die Kronen Zeitung skandalisierte ebenso den Umstand, dass die Wiener FPÖ in Zeiten weltweiter finanzieller Instabilität einen Teil ihres Vermögens in Gold abgesichert hatte. Im Übrigen muss das Vermögen ja nicht einmal aus der Parteienförderung stammen. Es könnten auch Mitgliedsbeiträge sein. Vielleicht kommt als nächster “Skandal”, dass die FPÖ als einzige Partei keine Immobilien besitzen darf.

Unvergessen ist auch der Umstand um einen angeblichen “blauen Skandal” rund um die Casinos Austria, bei denen Großteils haltlose Anschuldigungen in sämtlichen Medien gebracht wurden und immer noch werden. Die „Arbeit“ der Kronen Zeitung hat sich insofern bezahlt gemacht, dass viele FPÖ-Wähler verunsichert wurden. Viele Wähler blieben zu Hause, viele wechselten auch zur ÖVP.

Kommen fleißig Regierungsinserate?

Anzunehmen ist, dass viele einstige treue Leser von den Ergüssen eines Klaus Hermann, einer Doris Vettermann, eines Michael Jeannée und anderen endgültig “die Schnauze voll haben”. Vielleicht hat sich dafür ein neuer Leserkreis im Bereich der linken Reichshälfte eröffnet?

Wie man derzeit lesen kann, hat die Übergangsregierung bei Inseraten fest gekürzt. Vermutlich wird sich allerdings die ÖVP mit einem schönen Inseratensegen durch Einschaltungen ihrer Ministerbüros bei der Kronen Zeitung „bedanken“, sobald Schwarz-Grün regiert. Das ist dann wohl die „Unabhängigkeit“, die das Medium meint, hochzuhalten. Der verstorbene Hans Dichand würde sich im Grabe umdrehen.

Anfrage an Kronen Zeitung blieb unbeantwortet

Unzensuriert wollte auf Nummer sicher gehen und schickte eine schriftliche Anfrage an die Kronen Zeitung per E-Mail, die leider bis zur angegebenen Frist nicht beantwortet wurde. Anscheinend konnte – oder wollte – man sich zu den Informationen, die wir erhalten haben, nicht äußern.

Wer korrekte Berichterstattung fördern will und der Kronen Zeitung den Rücken kehrt und sich damit 28,40 Euro im Monat spart (aktueller Abo-Preis), möge einen Teil als Spende für den Ausbau echter Medienvielfalt dem Verein zur Förderung der Medienvielfalt zukommen lassen:

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