Was Frankreich kann, kann Deutschland nicht: Bei den französischen Marinefliegern ist der “Sea Lion” seit gut zehn Jahren im Einsatz, bei uns bleibt er am Boden.

Sirpa Marine / Wikimedia
Wegen mangelhafter Bedienungsanleitung – neue Hubschrauber nicht einsatzbereit

Vor etwa fünf Wochen wurde von Airbus der erste von 18 bestellten Marine-Hubschraubern des Typs NH90 “Sea Lion” an die Bundeswehr ausgeliefert. Jetzt steht fest, dass die Hubschrauber am Boden bleiben müssen. Die Bedienungsanleitung ist mangelhaft.

Momentan nur einzelne Hubschrauber einsatzbereit

Das Marinefliegergeschwader 5 ist eines von nur noch zwei verbliebenen. Das Geschwader 3 beherbergt die Flugzeuge, das Geschwader 5 die Hubschrauber. Von diesen sind seit Jahren nur einzelne einsatzbereit. Von Maschinen des Typs Westland “Sea King” Mk. 41 sind es sechs Stück, vom Typ Westland “Sea Lynx” Mk. 88A vier bis fünf. Dass diese überschaubare Hubschrauber-Flotte bei einer Marine-Mannstärke von fast 17.000 Soldaten mehr als dürftig ist, liegt auf der Hand.

Die Lösung sollte das neue Modell NH90 “Sea Lion” werden. Die sechs “Sea Kings”, die bereits seit den 1970ern im Einsatz sind, sollen durch 18 neue “Sea Lions” ersetzt werden. Dies würde die Zahl der einsatzbereiten Hubschrauber immerhin mehr als verdoppeln. Doch aus der geplanten Ablöse im Herbst wurde der nächste Skandal der maroden Truppe.

Schon der zweite Skandal der Woche

Die Bundeswehr kommt nicht weg von Skandalen – offensichtlich ein “Vermächtnis” der ehemaligen Verteidigunsministerin Ursaula von der Leyen (2013 bis 2019). Wie erst diese Woche berichtet, dürfen linke, migrationsfreundliche Plattformen in den öffentlichen Räumen der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg werben. Heute gleich der nächste Skandal. Nach fünf Wochen hat die Truppe verkündet, dass die sehnsüchtig erwarteten Hubschrauber am Boden bleiben müssen. Grund dafür ist, dass die Bedienungsanleitung erhebliche Mängel aufweist.

Marine muss weiterhin mit Museums-Hubschraubern fliegen

Der Spiegel berichtet, dass an gleich 150 Stellen “Unregelmäßigkeiten” festgestellt wurden. Das Bundesverteidigungsministerium teilte mit:

In der Summe handelt es sich hierbei um erhebliche Fehler, die einen sicheren Flugbetrieb des Hubschraubers nicht erlauben.

Die Marineflieger werden also weiter auf ihre alten Hubschrauber angewiesen sein, die teils schon seit etwa 50 Jahren im Dienst sind. Dabei verwenden Marineflieger anderer Streikräft den NH90 schon lange als Hubschrauber. In Frankreich etwa ist er seit mehr als zehn Jahren im Einsatz.

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