Eine italienische Ärztin beklagt, dass viele Migranten an gefährlichen Infektionskrankheiten und HIV leiden, aber vielfach unbehandelt bleiben.

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Ärzte besorgt: Migranten bringen längst ausgestorbene Krankheiten wieder nach Europa

Ein bemerkenswertes Interview war im November in der italienischen TV-Sendung „La Quarta Repubblica“ zu sehen: Der Reporter Francesco Fossa sprach mit dem Personal des Erstaufnahmezentrums für Asylanten in der süditalienischen Hafenstadt Bari. Die Mediziner dort sind besorgt über den Gesundheitszustand vieler “Flüchtlinge” und warnen vor einem allzu sorglosen Umgang mit der Bedrohung durch neue Krankheiten und Seuchen, die nach Europa eingeschleppt werden.

Krätze, Tuberkulose und HIV unter Migranten keine Seltenheit

Fossa will von Mariarosaria Ferrante, einer leitenden Ärztin des Aufnahmezentrums in der Region Apulien, wissen, in welchem Zustand die Migranten in Italien ankommen würden, wenn sie von von Ferrante und ihren Kollegen erstmals untersucht werden. Vor allem mangelnde Hygiene und allgemeine Gesundheitsprobleme beklagt die Medizinerin, auch Infektionskrankheiten seien ein gravierendes Problem.

Viele der Illegalen würden an Krätze leiden, der parasitären Hautkrankheit, die durch Milben verursacht wird und in Europa (bisher) noch relativ selten ist. Auch Formen der Infektionskrankheit Tuberkulose (TBC), die in Italien seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurden, wären bei den Bootsmigranten zu beobachten, so Ferrante. Auch HIV-Infizierte, die in Afrika vielfach weit verbreitet sind, aber oft gar nichts davon wissen (wollen), kommen mit den Migranten ins Land – und damit in die EU.

Kranke Asylanten reisen ungehindert durch Europa

Die Gefahren für die europäische Bevölkerung bestehen jedoch nicht nur in den unzähligen Krankheiten, die bei den in Italien ankommenden Migranten festgestellt werden: Da weder in Italien, noch EU-weit ein ausreichendes System zum Informationsaustausch bestehe, könnten die kranken Asylanten nach ihrer Diagnose völlig frei durch Europa reisen – viele Krankheiten werden also erst gar nicht behandelt. Sollten die Daten Hinweise für mögliche Epidemien ergeben, würden diese Informationen Ferrantes Dienststelle kaum verlassen. Dafür verlassen die Patienten die Ambulanz: Etwa 50 Prozent der registrierten Personen sollen die Einrichtung sogar verlassen, bevor über ihre Asylanträge entschieden wurde, angefangene Therapien werden in diesem Fall einfach vorzeitig beendet.

Politik und Öffentlichkeit wollen nichts von kranken Migranten wissen

Besonders frustriert ist Ferrante darüber, dass sich weder Politik, noch Öffentlichkeit für die Missstände in den Aufnahmezentren Italiens interessieren. Nicht nur die katastrophalen Gesundheitszustände der neuen “Mitbürger” scheinen die Italiener und ihre politische Führung wenig zu kümmern, ebenso stelle das unzureichende System der italienischen Krankenversorgung und Informationsverarbeitung im Fremdenwesen für die Europäer ein Risiko dar; Die Warnungen, dass gefährlich kranke Migranten massenhaft untertauchen und unbehandelt – nicht selten unter einer falschen Identität – ungestört durch ganz Europa touren können, stößt in Rom kaum auf Gehör.

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