Maltas sozialistischer Regierungschef Muscat regiert seit Jahren. Offenbar korrupt.

Foreign and Commonwealth Office / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Mordfall Galizia: Sozialistischer Regierungschef Muscat vor dem Rücktritt

Offensichtlich spitzt sich die Causa rund um den Mordfall Caruana Galizia auf Malta weiter zu. Der sozialistische Regierungschef Josef Muscat, seit 2013 im Amt, soll dem Staatspräsidenten George Vella bereits seinen Rücktritt angeboten haben. Dies wäre der nächste personelle Paukenschlag rund um die Ermordung der Journalistin im Oktober 2017. Die Malteserin Galizia wurde durch eine Autobombe getötet. Die drei Täter sollen dafür laut Medienberichten rund 450.000 Euro erhalten haben.

Rücktrittswelle in der sozialistischen Regierung

Bisher sind bereits der Regierungsstabschef Keith Schembri, Tourismusminister Konrad Mizzi und Wirtschaftsminister Chris Cardona von ihren Ämtern zurückgetreten, politisch alle aus der sozialistischen Arbeiterpartei Maltas stammend. Schembri, seit Jahren graue Eminenz hinter Muscat, wurde sogar kurzfristig in Haft genommen.

Briefkastenfirmen und Schmiergeldzahlungen aus Dubai und Panama

Hintergrund des Mordfalls sind offenbar persönliche und finanzielle Verflechtungen der Firma „Black 17“ des maltesischen Geschäftsmanns Yorgen Fenech mit Schembri und Mizzi. Beide sollen über Briefkastenfirmen in Panama Gelder von „Black 17“ aus Dubai erhalten und dafür im Gegenzug politische Gegenleistungen für das Firmenimperium Fenech geleistet haben.

Die Journalistin Galizia war dieser Gemengelage aus Korruption und Vetternwirtschaft zwischen Teilen der sozialistischen Regierungselite Maltas und Fenech auf der Spur. Das war ihr Todesurteil.

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