US-Plan: Die dem venezolanischen Energie-Monopolisten PDVSA gehörenden Raffinerien sollen “internationalisiert” werden.

Luisovalles / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
US-Gesandter Abrams möchte Maduro-Regime die Erdölressourcen entziehen

Der Konflikt in und um das krisengeschüttelte Venezuela wächst sich immer mehr zu einem regelrechten Wirtschaftskrieg aus. Und dabei geht es vor allem um die Erdölvorkommen. Der US-Sondergesandte für Venezuela, Elliott Abrams, kündigte kürzlich auf einer Pressekonferenz an, dass die Vereinigten Staaten noch weitergehende und strengere Sanktionen in Kraft setzen werden, um dem sozialistischen Maduro-Regime die Ressourcen zu entziehen.

Und damit wolle man Venezuela, nach den Vorstellungen der US-Administration, auch eine Rückkehr zur Demokratie ermöglichen. Bei dieser Rückkehr zur Demokratie haben die Entscheidungsträger offensichtlich auch schon konkrete Kooperationspartner aus der Wirtschaft im Auge.

US-Ölgigant Chevron soll Erdölförderung in Venezuela unterstützen

Unter anderem soll der US-Ölgigant Chevron die Erdölförderung in Venezuela unterstützen. Der Vorgänger von Nicolas Maduro, Hugo Chávez, hatte 2007 eine Verstaatlichung der Erdölförderung in Venezuela vorgenommen und gleichzeitig Chevron, Total, British Petroleum (BP) und Statoil defacto enteignet. Politisches Ziel von Chávez war es, mindestens 60 Prozent der Einnahmen aus den Ölförderungsprojekten zurück nach Venezuela fließen zu lassen. Die Gelder sollten für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik verwendet werden.

Gleichzeitig sollte Erdölförderung nur als Gemeinschaftsunternehmen zwischen der staatlichen PDVSA und ausländischen Energiekonzernen stattfinden. Korruption und Misswirtschaft haben aber den Staatskonzern PDVSA und seine Förderpolitik zum straucheln gebracht. Gleichzeitig haben die Sanktionen der USA wichtige Kooperationen und Handelsbeziehungen für den venezolanischen Erdölsektor gekappt.

Nach Maduro-Sturz Neuordnung des Energiesektors in Venezuela

Politische Strategen und Wirtschaftsfachleute in Washington sind sich darüber einig, dass nach einem Sturz des Marxisten Nicolas Maduro auch eine umfangreiche Neuordnung des Energiesektors in Venezuela stattfinden soll. Das würde internationalen Energiekonzernen nach einer Ablöse des Staatskonzerns PDVSA als quasi-Monopolisten wieder neue Fördermöglichkeiten geben.

Maduro fürchtet offensichtlich einen Umsturzversuch noch vor dem Jahresende. Er versetzte das Militär in Alarmbereitschaft und mobilisierte die parteinahen Milizen. 

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