Wird Blümel in seiner neuen Funktion als Finanzminister sich auch noch einmal mit der Causa Tal Silberstein in der CASAG beschäftigen müssen?

Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres / Wikimedia CC BY 2.0
Muss möglicher ÖVP-Finanzminister Blümel Casino-Chefin Glatz-Kremsner decken?

Wie die Wiener Gratis-Zeitung Heute berichtet, soll der enge Sebastian Kurz-Vertraute und ehemalige EU- und Kulturminister Gernot Blümel in der neuen schwarz-grünen Bundesregierung zum Finanzminister aufsteigen. Was auf den ersten Blick wie ein reiner Karrieresprung aussieht, hat laut gut informierten Kreisen aus dem Finanzministerium und der Casino Austria AG (CASAG) noch einen zweiten Grund: Es geht um die politische „Manndeckung“ und Schirmherrschaft für die ehemalige Stellvertretende ÖVP-Parteiobfrau und CASAG-Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner.

Blümel soll mutmaßlich für Glatz-Kremsner die Mauer in Sachen CASAG machen. Und das weniger im Zusammenhang mit der Bestellung des neuen CASAG-Vorstands im Frühjahr 2019, als mit einer alten Geschichte aus der rot-schwarzen Regierungszeit rund um eine dubiose Geschäftsbeziehung mit Tal Silberstein, im Zusammenhang mit einem Investment.

Glatz-Kremsner und Thomas Schmid als Schützlinge Blümels?

Die Zeit reicht einige Jahre zurück und spielte sich noch in der Ära des langjährigen CASAG-Generaldirektors Karl Stoss ab. Damals stand eine Kooperation mit Tal Silberstein und Alfred Gusenbauer im Raum, bei der es um einen Ausbau des Video-Lotterie-Netzes ging. Sie kam schlussendlich nicht zu Stande und es kam zu einem Gerichtsverfahren, in dem sich Silberstein und die CASAG verglichen.

Die ÖVPlerin Bettina Glatz-Kremsner war damals Finanzvorstand der CASAG. Mit im Gesamtvorstand des CASAG und Österreichischen Lotterien-Imperiums, war damals auch Dietmar Hoscher von der SPÖ. Im Sommer 2017, als die Sache im Nationalratswahlkampf rund um die Affäre Tal Silberstein neuerlich aufkochte, war auch der derzeitige Vorstand der Österreichischen Beteiligungs AG (ÖBAG), Thomas Schmid, involviert. Schmid koordinierte als Kabinettschef und Generalsekretär des Finanzministeriums damals die Beantwortung von parlamentarischen Anfragen der FPÖ in dieser Causa. Und auch da gibt es vieles zu schützen, das noch nicht an die Öffentlichkeit gekommen ist.

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