In den Armenvierteln von Caracas geht die Angst vor der Polizei um.

Foto: Christian Madsen / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Maduros Polizei soll 20.000 Personen wegen Widerstands getötet haben

Ausgerechnet linke Menschenrechtsaktivisten stellen jetzt das sozialistische Regime in Venezuela wegen eines breit angelegten „Tötungsprogramms“ gegen Teile der Bevölkerung an den Pranger. Das Menschenrechtskollektiv „Surgentes“ hat aktuelle Statistiken aus den Jahren 2013 bis 2018 veröffentlicht, die von nicht weniger als 20.000 getöteten Venezolanern ausgehen. Sie alle sollen Opfer von Polizeieinsätzen sein und wegen „Widerstands gegen die Staatsgewalt“ ihren Tod gefunden haben. Allein 2018 sollen nicht weniger als 5.287 Opfer in Sachen Polizeigewalt zu beklagen gewesen sein.

Vor allem in den Armenvierteln der Hauptstadt Caracas sollen immer wieder schwer bewaffnete Polizeieinheiten vor allem in den Morgenstunden und ohne richterliche Erlaubnis Häuser und Wohnungen stürmen, um mutmaßliche jugendliche Straftäter zu verhaften. Beim geringsten Widerstand soll dabei schon von der Waffe Gebrauch gemacht werden.

Präsident Maduros hartes Durchgreifen ist populär

Obwohl immer wieder Kritik an den harten Polizeiaktionen geübt wird, ist das harte Durchgreifen Maduros und seines Sicherheitsapparats in Teilen der Bevölkerung sehr populär. Für viele internationale linke Unterstützer Maduros sind Berichte über rücksichtslose Polizeiaktionen schlichtweg kapitalistische Propaganda, um den real existierenden Sozialismus in Venezuela zu schwächen. Eine solche Schwächung will der Staatschef aber nicht hinnehmen und hat jetzt neben dem regulären Militär sogar seine parteinahen Milizen mit über 300.000 Schusswaffen als Bürgerkriegsarmee bewaffnen lassen.

Teile der rechten Opposition gegen Maduro und sein Regime greifen die Berichte über Menschenrechtsverletzungen und regelrechte Hinrichtungen durch Polizeieinheiten jetzt trotzdem auf, um damit Stimmung gegen die sozialistische Regierung zu machen.

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