Über das schöne Coselpalais nahe der Frauenkirche in Dresden herrscht die Antifa.

Foto: Ronny Kreutel / Wikimedia (public domain)
„Erpresserischer Tugendterror“: Antifa verhindert Vortragsveranstaltung

“Tumult” – klingt nach einem der zahlreichen, meist öffentlich subventionierten antifaschistischen Vereine. Aber nein, “Tumult” ist ein Verein, der der Neuen Rechten zuzuordnen ist. Er gibt eine Vierteljahresschrift heraus, die seit 1979 besteht und sich als „Konsensstörung“ begreift.

Hochkarätige Diskussionsveranstaltungen

Auf der Suche nach einem neuen Veranstaltungsort in Dresden wollte man künftig Lesungen und Diskussionen im Coselpalais nahe der Frauenkirche veranstalten. Ab Januar 2020 sollten jeden Monat interessante Zeitgenossen zu Wort kommen, etwa der Schriftsteller Uwe Tellkamp. Er schreibt nicht nur Romane, sondern wandte sich 2018 auch gegen die aktuelle politische Debattenkultur, die er einseitig links angesiedelt sieht. Auch Bettina Gruber und Michael Klonovsky hätten im Rahmen des „Tumult Forums“ sprechen sollen.

Sollen – denn die Antifa wütete so lange dagegen, bis der Geschäftsführer des Coselpalais aufgab und die Veranstaltungen absagte.

Antifa machte mobil und siegte

Nachdem am 22. November eine Podiumsdiskussion der Oswald-Spengler-Stiftung über die Frage „Was ist konservativ?“ stattgefunden hatte, wurde der Veranstalter zum Angriffspunkt von Schmähungen und Boykottaufrufen sogenannter „Antifaschistinnen und Antifaschisten“ auf einschlägigen Plattformen im Internet und in lokalen Medien. Via Twitter schaltete sich auch der ehemalige Landtagsabgeordnete und Dresdner Stadtrat Johannes Lichdi von den Grünen ein. Durch diese Angriffe geriet die kommerziell vermietende Firma in eine existenzbedrohende Situation – und sagte die Veranstaltungsreihe ab.

Bei Tumult erklärt man die Ereignisse so:

Grundsätzlich können in Deutschland nahezu alle Auffassungen zu Worte kommen; wir leben in keiner Diktatur. Praktisch jedoch sind Veranstalter und Teilnehmer des politischen Zeitgesprächs einem erpresserischen Tugendterror ausgesetzt – selbstherrlichen Gesinnungswächtern, die mit stillschweigender Zustimmung einer öffentlichen Meinung, die alte Vormachtstellungen absichert, Etiketten mit verleumderischen Kampfbegriffen verteilen.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: EASYATW1), ltd. Unzensuriert

Copy link