Vor dem Wohnhaus der Mordopfer stehen immer noch viele Kerzen.

Foto: Miro.kern / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Mordfall Kuciak: Vier Angeklagten droht lebenslange Haft im Strafverfahren

Ab 13. Jänner stehen insgesamt vier Angeklagte im Mordfall Kuciak vor dem Strafrichtersenat in Bösing (Pezinok) bei Pressburg in der Slowakei. Als Hauptangeklagter und mutmaßlicher Drahtzieher des Mordkomplotts gilt der slowakische Unternehmer Marian Koncer. Den vier Angeklagten drohen 25 Jahren bis lebenslange Haft. Insgesamt neun Hauptverhandlungstage sind für den Jänner und Februar 2020 angesetzt.

Der Mord an Ján Kuciak, einem slowakischen Journalisten, und seiner Lebensgefährtin löste die Aufdeckung einer Reihe von Verbindungen slowakischer Politiker zu kriminellen Geschäftsmännern und der organisierten Kriminalität aus. Die beiden jungen Erwachsenen waren am 21. Februar durch Pistolenschüsse in ihrem Haus in der Westslowakei ermordet worden.

Kronzeuge Zoltan A. möchte Sonderbehandlung

Der Kronzeuge im Verfahren, Zoltan A., möchte eine Sonderbehandlung vor dem Gericht. Er hat mit der slowakischen Staatsanwaltschaft eine Vereinbarung über eine milde Bestrafung abgeschlossen. Er möchte für seine belastenden Aussagen gegen die anderen Angeklagten eine Höchststrafe von zehn Jahren herausverhandeln.

Das Sondergericht muss am 30. Dezember über diese strafrechtliche „Extrawurst“ für Zoltan A. beraten.

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