QuadrigaCX: Ist der Börse-Gründer Cotten wirklich tot?

Foto: Gage Skidmore / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Der Tod des Chefs der Bitcoin-Börse QuadrigaCX wird zum kanadischen Krimi

Der Tod des Chefs der Bitcoin-Börse „QuadrigaCX“ wird immer mehr zum Krimi in Kanada. Nachdem die Börse unerwartet im Jänner im Zuge des Todes von Gründer und Geschäftsführer Gerald Cotten vom Netz gegangen war, tappte man lange im Dunkeln. Cotten hatte als einziger alle Passwörter für die sogenannte „Cold Wallet“ der Bitcoin-Börse gewusst und man ging davon aus, dass er diese mit ins Grab genommen hatte.

Ermittlungen von Experten der Royal Canadian Mounted Police und des FBI deckten aber auf, dass das Vermögen von nicht weniger als 76.319 Digitalgeld-Anlegern mit einem Gesamtwert von mehr als 214,6 Millionen kanadischen Dollar verschwunden war. Nur ein kleiner Teil davon wurde bisher sichergestellt.

QuadrigaCX-Gelder wurden an andere Börsen überwiesen

Wie sich jetzt herausstellt, wurden QuadrigaCX-Gelder auf andere Digitalgeld-Börsen überwiesen. Dort soll damit auch spekuliert worden sein. Auch an die mutmaßliche Witwe Cottens, Jennifer Robertson, sollen Bitcoin-Guthaben überwiesen worden sein. Robertson hat sich jetzt bereit erklärt, im Rahmen eines Vergleichs, Guthaben, über die sie verfügen kann, zurückzuzahlen. Dabei handelt es sich aber lediglich um zwölf Millionen kanadische Dollar, also einen Bruchteil der verschwundenen digitalen Vermögenswerte.

Geschädigte fordern jetzt die Exhumierung des Leichnams von Cotten, um klar zu stellen, ob dieser tatsächlich in dem ihm gewidmeten Grab liegt oder vielleicht doch noch unter den Lebenden weilt und über einen erheblichen Teil der verschwundenen Bitcoin-Guthaben verfügt.

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