Die Milliarden-Insolvenz in Brasilien betrifft auch Wiener Oedbrecht-Tochterfirma.

Foto: Ajmcbarreto / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Südamerikas Schmiergeldskandal löst Odebrecht-Firmenpleite in Wien aus

Der im Umfeld linker Regime in Südamerika aufgebrochene Odebrecht-Schmiergeldskandal hat jetzt auch die österreichische Bundeshauptstadt Wien erreicht. Im Stammsitzland Brasilien hat der Odebrecht-Konzern bereits Insolvenzantrag gestellt, nun ist gegen die Odebrecht-Tochtergesellschaft „E&P GmbH“ ein Insolvenzantrag beim Handelsgericht Wien eingelangt.

Der Odebrecht-Konzern betreibt in Österreich rund 20 Tochterfirmen, weil das auf Grund eines Doppelbesteuerungsabkommens mit Brasilien offensichtlich steuerliche Vorteile bringt. Der Insolvenzantrag in Wien gegen die „Odebrecht E&P GmbH“ beziffert die Schulden der Firma mit nicht weniger als 117 Millionen Euro.

Wiener Firma ohne Mitarbeiter aber mit Beteiligungen in Südamerika

Von der Pleite der Firma „Odebrecht E&P GmbH“ sollen laut Geschäftsführung keine Mitarbeiter betroffen sein, da diese lediglich als Eigentümergesellschaft für weitere Tochterfirmen in Angola in Afrika sowie in den Staaten Peru und Venezuela in Südamerika eingerichtet worden sein soll. Durch das Doppelbesteuerungsabkommen hätten allfällige Gewinne steuerschonend eingenommen werden sollen. Dazu kommt es aber offensichtlich durch die massive Überschuldung nicht mehr.

Zwölf Milliarden Euro Schulden

Die Mutterfirma im Eigentum von Firmenchef Marcello Odebrecht ging bereits im Juni in Brasilien mit nicht weniger als zwölf Milliarden Euro Schulden in Konkurs. Zuvor hatte der Bau-, Energie- und Infrastruktur-Konzern Odebrecht allein in den USA eine Strafe über 3,5 Milliarden Dollar wegen Schmiergeldzahlungen erhalten. Odebrecht soll laut Schätzungen der US-Justizbehörden an südamerikanische Politiker und Beamte mindestens 785 Millionen US-Dollar an Schmiergeld bezahlt haben.

Der Skandal hat unter anderem die ehemaligen brasilianischen Präsidenten Lula da Silva, Temer und Collor de Mello ins Gefängnis gebracht. Der peruanische Ex-Präsident Alan Garcia hatte sich im April bei seiner Verhaftung erschossen.

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