Nur ein Drittel der Mittelständler unterstützt die Politik von Kanzlerin Angela Merkel.

Foto: FNDE / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Mittelstand rügt Bundesregierung wegen Wirtschaftspolitik

Gar nicht gut zu sprechen ist der Mittelstand auf die schwarz-rote Bundesregierung und ihre Wirtschaftspolitik. Während die Mittelständler als Unternehmer trotz Rezessionsszenarien eigentlich optimistisch in das Jahr 2020 blicken, fällt ihnen zu den aktuellen Aktivtäten der Regierung von Angela Merkel lediglich die Bewertung „wirtschaftspolitische Passivität“ ein. Der Präsident des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft Deutschlands, Mario Ohoven, fasst die Unternehmerkritik so zusammen:

Der Mittelstand geht trotz der Industrierezession optimistisch in das Jahr 2020. Deutschland bewegt sich aber konjunkturell auf dünnem Eis. Entscheidend ist deshalb, dass die Bundesregierung endlich ihre wirtschaftspolitische Passivität aufgibt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu sichern.

70 Prozent der Mittelständler befürchten volkswirtschaftlichen Abschwung

Wenn es um die individuelle Unternehmenszukunft geht, dann sind die deutschen Mittelständler optimistisch. Rund ein Drittel schätzt die gegenwärtige Geschäftslage zum Jahreswechsel als befriedigend ein, weitere 47 Prozent als gut und zwölf Prozent geben in diesem Zusammenhang sogar die Note „sehr gut“ ab. Darüber hinaus erwarten rund 80 Prozent, dass sich ihre Geschäftslage als Unternehmer in den nächsten zwölf Monaten vorteilhaft oder zumindest stabil entwickeln wird.

Demgegenüber befürchten 70 Prozent einen volkswirtschaftlichen Abschwung, dem nicht gegengesteuert wird. Und da landet man wieder bei der Wirtschafspolitik aus Berlin. Lediglich neun Prozent bewerten die Arbeit der Koalition in Deutschland als gut oder sehr gut. Erhebliche Zweifel bestehen im deutschen Mittelstand an der Fähigkeit und dem Willen der aktuell Handelnden, die Weichen für mehr Wachstum für die Zukunft zu stellen.

SPD und Linke sind bei Mittelständlern abgemeldet

Klar ist auch die parteipolitische Präferenz des deutschen Mittelstandes für die Parteien im Bundestag. Wären am 1. Jänner 2020 Wahlen, hätten sich 31 Prozent der Befragten für die CDU/CSU, 29 Prozent für die FDP, 15 Prozent für die Grünen, zehn Prozent für die AfD, drei Prozent für die SPD und 2,5 Prozent für die Linke entscheiden.

Was dabei auffällt, SPD und Linke sind bei den Mittelständlern abgemeldet, aber auch die einst „Große Koalition“ hat mit zusammen 34 Prozent nur mehr ein knappes Drittel der Unternehmer hinter sich.

Angela Merkel

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