Herbert Kickl (links) hält Sebastian Kurz für den einzigen Profiteur der ÖVP-Politik.

Foto: Andy Wenzel / BKA
Rückblick auf 2019: Kickl rechnet mit Kurz-Truppe in der ÖVP ab

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl nutzt seinen Jahresrückblick auf Facebook für eine Abrechnung mit dem vom Parlament abgesetzten Kanzler Sebastian Kurz. Kickl, der auf Kurzens Wunsch im Mai von Bundespräsident Alexander Van der Bellen entlassen worden war, wirft dem ÖVP-Obmann vor, dass ihm sowohl die Basis seiner eigenen Partei als auch „erst recht“ die Bürger Österreichs egal seien. Und Kickl deutet an, Kurz sei von den Entwicklungen in und nach der Ibiza-Affäre keineswegs überrascht worden.

Gepostet von Herbert Kickl am Dienstag, 31. Dezember 2019

Fehlverhalten auf Ibiza warf FPÖ um Jahre zurück

Der Klubobmann packt seine Abrechnung in einen längeren Text, in dem er den Lesern „und unserem Österreich“ ein erfolgreiches und friedvolles Jahr 2020 wünscht. Er kritisiert die Protagonisten des Ibiza-Videos – Heinz Christian Strache und Johann Gudenus –, welche durch ihr Fehlverhalten „ohne jede Schuld tausender Mitglieder und Funktionäre“ die FPÖ um Jahre zurückgeworfen hätten.

Journalisten hätten sich „mit Verbrechern gemein gemacht“

Doch Kickl kritisiert auch die kriminellen Produzenten und Hintermänner des Videos sowie die deutschen Aufdeckerjournalisten heftig und wirft letzteren vor „sich ohne jeden Skrupel mit solchen Verbrechern gemein“ gemacht zu haben, „um eine in Österreich überaus beliebte, bei den Eurokraten aber verhasste Regierung zu Sturz zu bringen“.

Kurz immer auf alles vorbereitet

Daran, dass Kurz und die ÖVP von den Entwicklungen überrascht worden seien, glaubt der FPÖ-Politiker nicht.

Ich habe diese Leute in 17 Monaten gemeinsamer Regierung hingegen gut genug kennengelernt, um zu wissen, dass dort jeder Schritt im Voraus genau ausgeheckt ist, egal welches Szenario eintritt.

ÖVP macht Politik nur noch für Sebastian Kurz

Kurz ist neben Strache für Kickl die Enttäuschung des Jahres 2019, denn:

Die ÖVP macht Politik nur noch für einen: für Sebastian Kurz. Wer sich ihm bedingungslos unterwirft, darf an seinem Erfolg mitnaschen. Schon die Basis der eigenen Partei, erst recht aber die Bürger Österreichs sind ihm und seinem Beraterumfeld völlig egal. Gewunken wird dort, wo die Kameras der Medien sind. Aus Mitte-Rechts wird in nur wenigen Wochen Mitte-Linksradikal.

Kickl will an gesellschaftspolitischen Themen dran bleiben

Aus dieser Enttäuschung ziehe er jedoch seine Motivation für 2020. Die FPÖ, so verspricht Kickl, werde den wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen treu bleiben.

Das sind der Schutz unserer Heimat für die Österreicher, ein Leben in Sicherheit und Freiheit für die Bürger sowie der Erhalt unserer staatlichen Souveränität. Und ganz wichtig: Kein Millimeter Boden für den politischen Islam, der sehr geschickt unsere Gesellschaft und unser Wertesystem zu untergraben versucht und von der Naivität und Feigheit anderer politischer Kräfte profitiert!

Wünsche zum Jahreswechsel

Abschließend wünscht Kickl den Facebook-Nutzern „einen fröhlichen Jahreswechsel sowie Glück, Gesundheit und Erfolg im Jahr 2020 – Euch allen persönlich und für Eure Liebsten, uns allen gemeinsam für unser Österreich!“

Herbert Kickl und Sebastian Kurz

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