Die grüne Kultursprecherin Eva Blimlinger provoziert den ersten Koalitionskonflikt mit der ÖVP.

Foto: Manfred Werner (Tsui) / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Grüne Kultursprecherin Eva Blimlinger sagt Salzburger Fotomuseum ab

Mit den Grünen zieht offensichtlich auch wieder der Wiener Kulturzentralismus in die österreichische Bundesregierung ein. Eva Blimlinger, „-leider Nein-Kulturministerin“ bzw. Staatssekretärin für Kunst und Kultur machte bereits eine Ansage in Richtung Bundesland Salzburg. Und provoziert damit gleich einen der ersten schwarz-grünen Koalitionskonflikte. Blimlinger, zukünftige Vorsitzende des Kulturausschusses im österreichischen Nationalrat, sagte nämlich gleich einmal das Projekt „Fotomuseum des Bundes“, das in der Landeshauptstadt Salzburg hätte umgesetzt werden sollen, ab.

Laut Blimlinger werde es das Fotomuseum nicht geben. Lediglich eine virtuelle Variante als „digitales Foto- und Architekturlab“ sei im schwarz-grünen Regierungsprogramm 2020 vorgesehen.

ÖVP-Landeshauptmann Haslauer weiter für Fotomuseum

Der Salzburger ÖVP-Landeshauptmann Winfried Haslauer, selbst in einer schwarz-grün-pinken Landesregierungskoalition, hält allerdings am Fotomuseum fest. Der grünen Kulturausschuss-Vorsitzenden Blimlinger ließ er ausrichten, dass nicht sie, sondern Vizekanzler Werner Kogler und Finanzminister Gernot Blümel seine Ansprechpartner für das Projekt Fotomuseum seien.

Darüber hinaus möchte Haslauer auch einen eigenen „Konjunkturfonds Kulturstättenbau“, aus dessen Mitteln er nicht nur das Fotomuseum und den Salzburg-Standort des Belvederes sondern auch die Erhaltung und Renovierung der Festspielhäuser finanzieren will.

Eva Blimlinger

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