Dominik Schrott trat 2018 aufgrund zahlreicher Vorwürfe als ÖVP-Nationalratsabgeordneter zurück. Jetzt ist er Referent im BMI unter Parteikollege Karl Nehammer.

Foto: Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS
Umstrittener ÖVPler im Kabinett des Innenministers

Karl Nehammer, der nunmehrige ÖVP-Innenminister, sorgte vor wenigen Tagen für Wirbel, weil bekannt wurde, dass seine Ehefrau Katharina Pressesprecherin im eben falls von der ÖVP-geführten Verteidigungsministerium wird. Nun sorgt er in seinem eigenen Kabinett für Wirbel. 13 Referenten dienen unter dem schwarzen Minister. Und einer davon ist ein gewisser Dominik Schrott. Der ehemalige Landesobmann der Jungen Volkspartei Tirol (2013 bis 2015) und Ex-Vize-Bundesobmann der Jungen Volkspartei (2015 bis 2017) trat Ende August 2018 aufgrund zahlreicher Vorwürfe gegen ihn als ÖVP-Nationalratsabgeordneter zurück. Dies auch deswegen, weil die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelte. Die Ermittlungen wurden mittlerweile aber eingestellt.

Wirbel um manipuliertes Gewinnspiel und Fördermittel

Vorgeworfen wurde Schrott, dass er Fördermittel des Landes Tirol in seinen Vorzugsstimmen-Wahlkampf bei der Nationalratswahl 2017 gesteckt haben soll. Schrott konnte dies allerdings widerlegen. Die Internetseite dietiwag.org wiederum berichtete darüber, dass eine Agentur, in der Schrott Mitarbeiter war, im Nationalratswahlkampf 2017 ein Gewinnspiel auf Schrotts Facebook-Seite manipuliert haben soll.

Als stets loyaler Anhänger von Sebastian Kurz und gewichtiger Mann in der Jungen Volkspartei darf der einstige Abgeordnete (er war gerade einmal zehn Monate im Amt) nun unter Nehammer als Referent dienen. Nicht unbedingt ein Aufstieg – aber das kann ja noch kommen.

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