Der „Kronen Zeitung“ dürften im November 2019 mindesten 10.000 Abo-Kündigungen ins Haus geflattert sein.

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„Kronen Zeitung“ deutet in Klage gegen „unzensuriert“ mehr als 10.000 Abo-Kündigungen im November an

Die Klage die uns die “Kronen Zeitung” übermittelte, konkret sind die klagenden Parteien die KRONE-Verlags GmbH & Co. KG sowie die Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH & Co KG, könnte für diese ein ziemlicher Bumerang werden. Geklagt wurde, weil „unzensuriert“ über eine Information, die aus dem Inneren der Kronen Zeitung gekommen ist, berichtet hat.

Mindestens  10.000 Abo-Kündigungen im November

In der Klage führt die „Kronen Zeitung“ aus:

Wegen des Inhalts der Berichterstattung werden durchschnittlich ca 1% der Abonnementverträge aufgekündigt, wobei dies nur teilweise die politische Berichterstattung betrifft. Von Anfang November bis zum 25.11.2019 erfolgten lediglich ca 100 “FPÖ-motivierte” Kündigungen

Der Anwalt der „Kronen Zeitung“ (Kläger sind die KRONE-Verlags GmbH & Co. KG sowie die Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH & Co KG) erklärt in der Klagsschrift somit Folgendes:

Wegen des Inhalts werden durchschnittlich nur ca 1% der Abonnementverträge gekündigt (gemeint ist wohl nicht ein Prozent der Abo-Verträge, sonst gäbe es keine Abos mehr, sondern der „Kündigungsgrund“ bei einer Auflösung des Abos) und davon ist nur teilweise die politische Berichterstattung gemeint. Und weiters (vermutlich wieder nur ein Teil) „FPÖ-motivierte“ Kündigungen und diese sind 100. Wenn also 100 nur ein Teil der Kündigungen wegen der politischen Berichterstattung ausmacht und diese wiederum nur ein Teil der Kündigungen wegen des Inhaltes sind, dann könnten die inhaltlich motivierten Kündigungen deutlich über der genannten Zahl von 100 liegen. Angenommen es wären 200, dann ist es nur im Zeitraum vom 1.bis 25. November 2019 zu 20.000 Abokündigungen gekommen (da ja die 200 nur ein Prozent ausmachen, und hundert Prozent dann eben die 20.000). Selbst wenn wir nur die bestätigten 100 Kündigungen nehmen, wären dann 100 Prozent zumindest 10.000 Abo-Kündigungen.

Damit wird ziemlich klar, wieso unser Anwalt in der Klagsbeantwortung davon schreibt, dass der Verdacht enstehen könnte, dass durch die Formulierung des Unterlassungsgebotes unzensuriert“ „mundtot“ gemacht werden soll.

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