Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) beim Hamburger-Verzehren in einem McDonalds.

Foto: unzensuriert
Lieber Herr Michael Jeannée! – Post von „unzensuriert“

Ibiza- und Spesenaffäre nicht genug, enttäuschen nun auch noch Sie die freiheitlichen Wähler, indem Sie – bisher in jeder Regierungsvariante unbestechlich und so unabhängig derb in Ihrer Wortwahl – plötzlich in der (jetzt anderen) Kronen Zeitung, wie schon viele Ihrer Kollegen, immer mehr zum Wendehals mutieren.

Rührende Geschichte über Grünen Vizekanzler

Den endgültigen Beweis dafür lieferten Sie nun mit der rührenden Geschichte über den grünen Vizekanzler Werner Kogler bei McDonalds. Dabei haben Sie sich auf das Niveau Ihres FPÖ-Hasser-Kollegen Claus Pándi erniedrigt und diesen in ihrer sonst so amüsanten Glosse sogar zitiert:

Das vermutlich verdeckt mit einem Handy gemachte Foto von Werner Kogler ist auf ganz besondere Weise berührend. Man sieht in einem traurigen Winkel eines Fast-Food-Lokals die Einsamkeit eines Mannes, einen prominenten Politiker in seiner Verletzlichkeit und letztlich den Verzicht auf Lebensqualität als Preis der Macht…

Schnappschuss von einem „Koffer“

Ihre Leser vermissten Ihren sonst vorhandenen Scharfblick. Kein Wort davon, dass der Obergrüne Kogler jener vorgeblichen Ökopartei vorsteht, die uns mit dem Zeigefinger droht, wenn wir Fleisch statt Gemüse oder Salat essen. Wenn aber keiner hinschaut, er sich vermeintlich unbeobachtet fühlt, erliegt auch der Vorbeter des Umweltbewusstseins der kapitalistischen Burger-Fresserei. Ein Schnappschuss hat Kogler überführt. Den Fotografen bezeichnen Sie schäumend als „Trottel“, als „Koffer“ der sich „brausen“ soll. Das Bild, meinen Sie, Herr Jeannée, interessiere ohnehin nur Leute seines Kalibers, also andere Koffer. Sie hat es interessiert, und Sie haben dazu einen Kommentar verfasst, und jetzt wollen Sie doch wirklich nicht behaupten, dass auch Ihre Leser lauter Koffer sind?

Kickl in Liegeposition verzerrt dargestellt

Nein, Ihre Leser sind viel klarer im Kopf, als es Ihnen vielleicht lieb ist. Sie können eins und ein zusammenzählen, wundern sich, warum Sie FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl, den Sie angeblich immer so geschätzt haben, plötzlich mit einer durch einen Foto-Kipp-Effekt manipulierten Geschichte verspotten, in dem Sie Ihren Lesern etwas vorgaukeln, was nicht stimmt: Kickl in Liegeposition in der Nationalratssitzung am 10. Jänner. Aus dem „richtigen“ Winkel und mit entsprechender Kamerahaltung beziehungsweise Fotobearbeitung lässt sich alles verzerrt darstellen. Übrigens: Die Sessel im Parlament, Herr Jeannée, lassen sich gar nicht auf Liege-Position einstellen. Zum „Probeliegen“, zu dem Sie Herr Kickl eingeladen hat, sind Sie nicht gekommen. Welchen Koffer interessiert schon, ob Ihre Darstellung der Wahrheit entspricht?

Ich schätze Herrn Jeannée auch, aber bitte nicht so: https://www.krone.at/2076156Aus dem "richtigen" Winkel und mit…

Gepostet von Herbert Kickl am Sonntag, 12. Januar 2020

Gott danken für „grünen Burger-Bürger“

Während Sie also den Grünen Kogler zum „grünen Burger-Bürger“ hochstilisieren und sich bei Gott bedanken, dass es ihn gibt, versuchen Sie, Herbert Kickl mit unlauteren Mitteln der Lächerlichkeit preiszugeben. Ob sich der Schwarze Sebastian Kurz und der Grüne Kogler dafür mit Regierungsinseraten in der ach so unabhängigen Kronen Zeitung bedanken, wird sich ja bald zeigen. Wir wünschen jedenfalls guten Appetit beim nächsten Burger, den Sie ja, wie Sie schreiben, so mmmmmmh-schätzen. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten…

Werner Kogler / McDonalds

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